MSV DUISBURG: "Koksers" Premiere/ Pechvogel Voss

tt
04. Januar 2006, 15:30 Uhr

Ausgerechnet in Köln, dort wo Jürgen Kohler vor Jahren zum Klasse-Verteidiger reifte, bevor er über Bayern München und Juventus Turin zu Borussia Dortmund kam, feierte er seine Premiere als Trainer des MSV Duisburg.

Ausgerechnet in Köln, dort wo Jürgen Kohler vor Jahren zum Klasse-Verteidiger reifte, bevor er über Bayern München und Juventus Turin zu Borussia Dortmund kam, feierte er seine Premiere als Trainer des MSV Duisburg. Allerdings ging es noch nicht um Meisterschafts-Punkte, sondern "nur" darum, sich den Fans zu präsentieren und gleich zu Beginn Spiel-Freude gepaart mit Selbstvertrauen zu sammeln.
Peter Kuhlbach,, Sport-Physiotherapeut der Zebras, streicht heraus: "Eine Aufgabe besteht sicherlich darin, die Fans zu unterhalten, wenn man bei einem Hallen-Turnier mitmacht. Aber auf der anderen Seite werden wir nicht die Winter-Vorbereitung riskieren. Die Rückrunde dauert genau drei Monate und eine Woche, wir haben bis zum Wiederbeginn der Meisterschaft nicht allzu viel Zeit, das ist ein straffer Plan."
Den "Pechvogel-Titel" hat sich der Mittelfeld-Kämpfer Andreas Voss bereits gesichert, das neue Jahr beginnt für "Vossi" mit einer weiteren OP. Frust pur ist angesagt. Kuhlbach: "Bei Andy wird ein Knorpelschaden behandelt. Man versucht zu retten, was zu retten ist. Es geht um viel, nämlich um die eigene fußballerische Existenz." Doch der frühere Kölner zeigt sich optimistisch: "Ich weiß, dass es absolut ernüchternd ist, so viele Rückschläge zu kassieren, aber Andy berappelt sich wieder. Er wird zurückkommen, da habe ich keine Bedenken. Ich bewundere ihn, er ist ein richtig großer Sportler, was solche Dinge angeht. Vossi hat einen Riesen-Charakter, Ehrgeiz und Disziplin."
Bei Markus Hausweiler, der ebenfalls wegen eines Knorpelschadens im Knie weite Teile der Saison verpasste, gibt es Licht am Horizont. "Er hat eine Spritzenkur gemacht, wir hoffen, dass sie anschlägt und Hausi die Belastungen weiter steigern kann", erläutert der Sport-Physio, der sich am dem 2. Januar bei seiner Familie nicht nur wegen des siebentägigen Türkei-Trips schon vorsorglich abgemeldet hat. Kuhlbach: "Auf uns warten jetzt erst ein Mal rund drei Wochen harte Vorbereitung und anschließend über drei Monate knallharte Arbeit." Und im Nachsatz merkt er an: "Dann erst gibt es einen Grund, wieder eine Party zu feiern. Nicht vorher."

Autor: tt

Kommentieren