Nach Angaben von Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen, fehlen dem Klub rund fünf Millionen Euro. Als Konsequenz daraus soll der Sparkurs bei den Werkskickern ausgeweitet werden.

Sparkurs bei Bayer Leverkusen wird ausgeweitet

14. Dezember 2005, 10:03 Uhr

Nach Angaben von Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen, fehlen dem Klub rund fünf Millionen Euro. Als Konsequenz daraus soll der Sparkurs bei den Werkskickern ausgeweitet werden.

Die bisherige Saison verlief für Bayer Leverkusen bisher alles andere als erfolgreich. Die ausbleibenden Erfolge in der ersten Saisonhälfte haben den Klub gut fünf Millionen Euro gekostet. "Durch das Nicht-Erreichen der UEFA-Cup-Gruppenphase, die wir einkalkuliert hatten, fehlen uns rund drei Millionen Euro. Hinzu kommt ein Einnahmeverlust von rund zwei Millionen Euro aus dem DFB- bzw. Ligapokal", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser im Interview mit Sport Bild.

Weiter führte er aus: "Wir sind finanziell zwar so aufgestellt, dass wir dieses Defizit zwischenfinanzieren können. Aber nicht jedes Jahr." Deshalb sei ein ridiger Sparkus angesagt. Seit der Saison 2002/2003, als die Rheinländer den Bundesliga-Abstieg erst am letzten Spieltag verhindern konnten, aber einen Europacupplatz verpasst hatten, wurde das Budget für "das Funktionsteam I", so Holzhäuser, "von rund 60 auf fast 36 Millionen Euro" gesenkt.

Der Bayer-Boss weiter: "Bis zur Saison 2007/2008 müssen wir unsere Ausgaben noch mal um mehr als zehn Prozent senken. Es sei denn, es gelingt uns, mehr Erträge aus dem Spielbetrieb und der Vermarktung zu erzielen."

Die Spieler, deren Verträge am Saisonende auslaufen, müssen somit mit Gehaltseinbußen rechnen. Holzhäuser: "Grundsätzlich wollen wir eigentlich alle halten. Dies jedoch zu reduzierten Bedingungen. Mit den Spielern werden wir nach der Winterpause sprechen."

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