Wieder nicht gewonnen, noch keinen Meier-Trainer-Nachfolger gefunden - der MSV Duisburg präsentiert sich kurz vor Weihnachten in keiner guten Verfassung. Stimmen und Stimmungen nach dem 1:1 gegen Bielefeld...

MSV-Kurth: "Bitter" Kochs Sehnsucht

10. Dezember 2005, 21:15 Uhr

Wieder nicht gewonnen, noch keinen Meier-Trainer-Nachfolger gefunden - der MSV Duisburg präsentiert sich kurz vor Weihnachten in keiner guten Verfassung. Stimmen und Stimmungen nach dem 1:1 gegen Bielefeld...

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Vor dem Bielefeld-Spiel bekundeten die MSV-Fans ihre Meinung zum Thema Meier: Auf Plakaten mit den Aufschriften „Streit suchte Streit – macht Meier nicht zum Bauernopfer“, „Fußball heißt Leidenschaft! Meier hat Duisburg gelebt“ und „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Gegen übertriebene Medienhysterie (am Banner prangten die Logos von DSF, Premiere und BILD)“. Hinzu kamen zaghafte Meier-Sprechchöre und anerkennendes Beklatschen.

Ivo Grlic ist über die derzeitige Fehlerquote nicht sehr erfreut: „In jedem Spiel produzieren wir diese individuellen Fehler, welch dann immer zu Toren führen.“ Die Ausgangslage wird so insgesamt nicht einfacher: „Wir können nur hoffen, dass der Punkteabstand nach oben nicht zu groß wird. Eine kleine Serie nach der Winterpause kann da schon helfen.“

Top-Scorer Markus Kurth ist schon etwas hoffnungslos: „Dieser eine Punkt hilft uns nicht weiter. Das ist absolut enttäuschend.“ Der Blick nach oben auf die Mitabstiegskonkurrenten zählt für ihn überhaupt nicht: „Was sollen wir da nach oben gucken. Wir müssen erst mal ein Spiel gewinnen, sonst brauchen wir darüber gar nicht nachzudenken.“

Ihn beschäftigt mehr der Grund der Punkteverluste: „Wenn ich sehe wie wir uns regelmäßig diese Dinger fangen, dann ist das schon bitter. Zwei Minuten nach der Einwechslung stehen wir hinten völlig offen. Dazu kommt noch, dass uns im Sturm ziemlich das Pech an den Schuhen klebt.“

In der Bundesliga werden dies Fehler knallhart bestraft: „Eine Sekunde ist da schon entscheidend und bumm ist er drin.“ Der Sonntags-Schuss von Fatmir Vata tut sein Übriges: „In der zweiten Liga ballern die den Ball in die Wolken, aber in der Bundesliga weht ein andere Wind. Da passt er genau.“

Die derzeitige Situation gibt auch Georg Koch zu denken: „Jetzt stehen wir wieder vor einem großen Problem. Die Mannschaft muss erneut umgestellt werden. Ich weiß gar nicht wie wir das alles auffangen sollen. Gegen Mainz müssen wir noch einmal alles mobilisieren.“ „Schorsch“ sehnt sich nach der Winterpause: „Es wird Zeit, dass wir endlich mal Ruhe und Pause zum Regenerieren haben. Wir können seit Wochen nicht richtig trainieren, weil ständig Leute fehlen oder ausfallen.“

Interims-Trainer Heiko Scholz blickt der Suche nach dem neuen Cheftrainer eher gelassen entgegen: „Für die nächste Woche habe ich schon einen Trainingsplan erstellt, die Mannschaft ist also versorgt.“ „Scholle“ hat aber schon einen Notfallplan: „Wenn in der nächsten Woche ein neuer Mann kommen sollte, dann kann ich den auch über den Haufen werfen. Dann soll der seinen eigenen machen.“

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