Es war die 34. Minute, als sich Marcelo Bordon nach einem Sprint an den hinteren rechten Oberschenkel packte. Nach einer kurzen Behandlungspause am Rand ging es weiter, doch nur bis zur Halbzeit-Pause.

S04: Bordon mag 7.000 Schalker nicht enttäuschen

hb
04. Dezember 2005, 19:51 Uhr

Es war die 34. Minute, als sich Marcelo Bordon nach einem Sprint an den hinteren rechten Oberschenkel packte. Nach einer kurzen Behandlungspause am Rand ging es weiter, doch nur bis zur Halbzeit-Pause.

Es war die 34. Minute, als sich Marcelo Bordon nach einem Sprint an den hinteren rechten Oberschenkel packte. Nach einer kurzen Behandlungspause am Rand ging es weiter, doch nur bis zur Halbzeit-Pause. Der Abwehr-Chef blieb in der Kabine und bei den aufmerksamen Beobachtern der Szene machte sich Entsetzen breit. Ohne Bordon gegen Milans Wunderstürmer Andriy Shevchenko zu bestehen, das schien aussichtslos. Doch unmittelbar nach dem Abpfiff kam die frohe Botschaft. „Ich gehe davon aus, dass ich spielen kann“, machte der Brasilianer in Optimismus. „Es ist eine dicke Verhärtung im Oberschenkel hinten rechts. Wir haben die Verhärtung gelöst, jetzt läuft die Zeit. Ich bin optimistisch und gehe davon aus, dass er spielen kann“, unterstützte Vereinsarzt Dr. Thorsten Rarreck die These.

Der Grund für Bordons Zuversicht in Sachen Einsatz in San Siro liegt auf der Hand. Der eisenharte Verteidiger ist es gewohnt, mit Verletzungen umzugehen. „Die Adduktoren haben ein bisschen zugemacht. Bereits vor dem Spiel war der Muskel hart. Das habe ich aber öfters, das ist nichts Ungewöhnliches“, beschwichtigte der 29-Jährige. „Meistens löst sich das durch die Bewegung. Ich habe gedacht, wenn ich weiter spiele, kann alles passieren und ich falle vielleicht für Mailand aus. Nach meiner Auswechslung habe ich direkt eine Spritze zur Lockerung gekriegt.“

Denn in Mailand will Bordon nicht nur wegen des attraktiven Duells mit einem der besten Stürmer der Welt unbedingt dabei sein. „Ich habe gehört, dass uns über 6.000 Fans begleiten wollen. Das ist unglaublich“, staunt der Ex-Stuttgarter über die sensationelle Unterstützung der Anhänger-Gemeinde. „Selbst zu UI-Cup-Partien sind immer so viele Zuschauer mitgefahren, obwohl wir schlechte Spiele abgeliefert haben“, erinnert sich Bordon an Reisen nach Herning oder Liberec, wo die Königsblauen jeweils fast Heimspiele hatten. Bordons Versprechen: „Wir werden bis zur letzten Minute kämpfen, um unser Ziel zu erreichen.“

Autor: hb

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