SCHALKE - Fährmanns Höhenflug von sieben auf zwei

hb
18. November 2005, 09:27 Uhr

Für Ralf Fährmann vergehen die Tage momentan wie im Rausch. Vor zwölf Tagen fand sich der 17-Jährige Schlussmann der Schalker „U 19“ plötzlich auf der Bank der Profi-Truppe beim Bundesliga-Revier-Derby gegen Duisburg wieder.

Für Ralf Fährmann vergehen die Tage momentan wie im Rausch. Vor zwölf Tagen fand sich der 17-Jährige Schlussmann der Schalker „U 19“ plötzlich auf der Bank der Profi-Truppe beim Bundesliga-Revier-Derby gegen Duisburg wieder.

Dies wird auch in Köln der Fall sein, da von der allgemeinen Verletzungsseuche bei den Königsblauen die Torhüter derzeit besonders betroffen sind. Die Nummer eins, Frank Rost, fällt am Samstag erneut aus. Jung-Profi Manuel Neuer ist mit einem doppelten Daumenbruch ebenso außer Gefecht gesetzt wie Dennis Lamczyk (Innenband-Schaden im Knie). „Ich habe da momentan etwas Glück und profitiere von den vielen Ausfällen“, weiß Fährmann, der in Schalkes Keeper-Riege von Position sieben auf zwei gerutscht ist und dabei die in der zweiten Mannschaft aktiven Sven Najemnik und Dennis Evers links überholt. „Das ist ein schöner Ansporn“, gibt Fährmann gerne zu. „Am Montag habe ich einen Anruf von Bodo Menze (Schalkes Nachwuchs-Koordinator, die Red.) erhalten, ich sollte mit den Profis trainieren. Ich musste ihm absagen, da ich ja in der Slowakei war."

Denn bevor er am Abend zu den Schalker Profis stieß, stand der Pennäler der Gesamtschule Berger Feld am Donnerstag-Morgen (elf Uhr!) zunächst für Deutschland im Tor. Mit der „U18“ des DFB fand in Senec der zweite Vergleich binnen drei Tagen gegen die Slowaken statt. Nach dem 1:1 am Dienstag verlor der von Uli Stielike tranierte Nachwuchs nun mit 1:2. Für Fährmann nur eine weitere Episode auf dem Weg zu einer tollen Sportler-Karriere?. „Ich freue mich auch schon auf das Training am Freitag auf Schalke. Da kann ich viel lernen, um meinem Traum vom Profi-Fußball ein Stück näher zu kommen“, strahlt der gebürtige Chemnitzer.

Autor: hb

Kommentieren