Lavric muss weiter schuften - "Bin schon traurig !"

tt
15. November 2005, 11:04 Uhr

Richtig gute Neuigkeiten hören sich etwas anders an. "Ich hatte meine Untersuchung bei Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Er meinte, der Heilungsprozess wäre okay, aber ich muss noch zwei Wochen in der Reha bleiben und werde vor Weihnachten kein Bundesliga-Spiel mehr machen können. Leider keine Chance".

Richtig gute Neuigkeiten hören sich etwas anders an. "Ich hatte meine Untersuchung bei Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Er meinte, der Heilungsprozess wäre okay, aber ich muss noch zwei Wochen in der Reha bleiben und werde vor Weihnachten kein Bundesliga-Spiel mehr machen können. Leider keine Chance", erklärt Klemen Lavric.

Seine Gefühlslage: "Ob zwei Tage oder zwei Monate - eine Verletzung ist immer großer Mist. Ich bin schon ziemlich traurig, aber es nutzt ja alles nichts. Ich muss mich weiter heranarbeiten, werde dann im Trainingslager in der Türkei wieder richtig mitmischen können."

Duisburgs Neuzugang, im Sommer nach zähen Verhandlungen für rund eine Million Euro vom FC Dynamo Dresden losgeeist, verletzte sich beim 2:3 in Berlin im September. Neben einer Kapselverletzung handelte er sich noch einen Einriss an der Bizepssehne ein. "Das ist meine erste schwere Verletzung, sonst hatte ich so etwas noch nie. Hoffentlich ist es auch die erste und letzte längere Ausfallzeit", hat er seinen Humor noch nicht verloren.

In Donaustauf arbeitet er bei Klaus Eder, jeden Tag werden mehrere Stunden geschuftet. Lavric wohnt im wenige Kilometer entfernten Regensburg, seine Freundin ist mit vor Ort, damit die Zeit nicht zu eintönig wird. Gespräche über den Fußball gibt es natürlich reichlich, der 24-Jährige kann sich sozusagen von Angreifer zu Angreifer austauschen. "Jan Koller von Borussia Dortmund ist auch hier zur Behandlung, da kommt man zwangsläufig ins Gespräch", berichtet Lavric. Koller hat es noch schlimmer erwischt - Kreuzbandriss, sechs Monate Pause.

Der Kontakt zur Mannschaft ist momentan nicht ganz so intensiv. "Ich kann nicht ständig nach Duisburg fahren, dazu ist die Strecke einfach zu weit", sagt der slowenische Nationalspieler, "dafür war ich bei den Spielen gegen Bayern und 1860 in München vor Ort, um die Jungs Mal wieder zu sehen. Mit Präsident Walter Hellmich und Trainer Norbert Meier sowie der medizinischen Abteilungen gibt es regelmäßig Telefon-Gespräche."

Zur aktuellen sportlichen Situation macht sich natürlich auch der Neuzugang seine Gedanken. "Wir müssen versuchen, in Hamburg etwas zu machen, dann gegen Köln und Bielefeld, unsere direkten Konkurrenten, gewinnen. Vom Abstand her sieht die Sache noch nicht so dramatisch aus, aber es ist ganz wichtig, dass man Kontakt zu den Nicht-Abstiegsplätzen hält."

Autor: tt

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