Der Saisonstart kann bei den Iserlohn Roosters als gelungen verbucht werden - vor allem dank der beiden Topscorer, die sogar ligaweit spitze sind.

Roosters: Grippe

Momentaufnahme oder mehr?

Aaron Knopp
24. September 2009, 08:27 Uhr

Der Saisonstart kann bei den Iserlohn Roosters als gelungen verbucht werden - vor allem dank der beiden Topscorer, die sogar ligaweit spitze sind.

Am Seilersee schaut man in diesen Tagen gern auf die Tabelle. Spätestens nach dem Zwei-Punkt-Sieg gegen die Hannover Scorpions, den Zählern acht und neun, sowie dem Vorrücken auf Rang fünf ist bei den Sauerländern fast alles eitel Sonnenschein. Auch Trainer Ulrich Liebsch merkt man an: er ist stolz auf seine Mannschaft. Dass diese personell deutlich geschwächt gegen die Niedersachsen zwei Punkte behauptete, hat ihm imponiert. „Denn alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung gewesen. Deshalb bin ich hochzufrieden.“

Vor allem das neue Traumduo im Angriff dürfte dem Coach Freude bereiten: Robert Hock und Neuzugang Mads Christensen führen nun sogar ligaweit die Scorerliste an. Eine Bilanz, die auch zu diesem Zeitpunkt beeindruckt. Einzelne herausheben möchte Liebsch aber natürlich nicht, sondern hebt lieber auf den intakten Teamgeist ab: „Die Mannschaft funktioniert, hat Charakter und will gewinnen. Das sollten die Fans spüren.“

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/029-6113_preview.jpeg Michael Wolf (Foto: firo).[/imgbox]
Eine Ansage, die man sicherlich auch als Weckruf verstehen kann. Schließlich steht am kommenden Freitag, wenn auch kein echtes Derby, so doch zumindest ein Vergleich unter NRW-Klubs auf dem Programm: Die Krefeld Pinguine gastieren in Iserlohn.
Nur die Personalsituation will sich dieser Tage nicht so ganz ins positive Gesamtbild einfügen. Bereits gegen die Scorpions gab es vier Ausfälle zu beklagen und es ist zu befürchten, dass sich die Situation in den nächsten Tagen sogar noch verschärft. Denn Stefan Langwieder hat sich offenbar den selben Virus eingefangen, der bereits Michael Wolf flachgelegt hat. So etwas kann erfahrungsgemäß schnell mal den Großteil eines Teams erwischen. Daher sind die Iserlohner vor dem Auftritt gegen die Pinguine auf Vorsicht bedacht.

Dennoch gesteht Liebsch: „Natürlich muss man Angst haben, denn in der Kabine geht es nun mal immer sehr eng zu.“ Auch in der Tabelle geht es derzeit richtig kuschlig zu, so dass der Sieger im Duell der Federtiere richtig Boden gutmachen könnte. Aber genauso gut könnte der Höhenflug der „Gockel“ nach dem Wochenende auch schon wieder Geschichte sein. Eine schöne Momentaufnahme ist der aktuelle Erfolg dennoch - und wenn die Mannschaft inklusive der beiden Topscorer weiterhin funktioniert vielleicht sogar mehr.

Autor: Aaron Knopp

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