Thomas Deges ist immer noch mächtig angefressen. Aber anders als sein ehemaliger Chef Wolfgang Priester, gibt sich der Rellinghausener Ex-Coach eher wortkarg.

Weggefährten vereint

"Bin eigentlich überfahren worden"

Christian Krumm
23. September 2009, 23:02 Uhr

Thomas Deges ist immer noch mächtig angefressen. Aber anders als sein ehemaliger Chef Wolfgang Priester, gibt sich der Rellinghausener Ex-Coach eher wortkarg.

Nach seinem Rücktritt, den er bereits am Freitag intern ankündigte, aber erst nach dem Spiel in Wermelskirchen am Sonntag öffentlich bekanntgab, war er nur zu zwei kurzen Statements bereit: „Ich lass das mal den Herrn Priester erzählen. Ich möchte nicht über die Presse mit Leuten kommunizieren, sondern ich mache das lieber direkt!“ Mit anderen Worten: Das Tischtuch zwischen Deges und Wolfgang Priester ist mehr als nur zerschnitten.

„Ich habe kurz und knapp der Mannschaft mitgeteilt, dass das gesamte Trainer-Team zurücktritt“, berichtet Deges. Priester hingegen war sehr überrascht über den Schritt des Trainers: „Ich habe gar nicht damit gerechnet und keinen Gedanken daran verschwendet.“ Der Sportliche Leiter bleibt weiterhin dabei: „Wenn Dinge nicht laufen, muss man darüber reden.“ Deges sah sich nach einem RS-Interview mit Priester stark kritisiert, dass er das Handtuch warf.

Die Ära Deges ist nun beendet und eine neue beginnt. Die wird nun von Lars Krüger mitbestimmt. Der jahrelange Weggefährte von Priester (war lange unter Priester Spieler) übernimmt nun den Job auf der Bank. „Ich treffe in Rellinghausen keine Entscheidung alleine, der Vorschlag kam sogar aus dem einstigen Trainerstab“, erklärt der Sportliche Leiter seine Entscheidung. „Er hat außerdem ein unheimliches hohes Ansehen.“

[b]Auf Seite 2: Interview mit Deges' Nachfolger Lars Krüger[/b]

Autor: Christian Krumm

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