MSV: Meyers Gefühl für Larsen

tt
06. November 2005, 13:54 Uhr

Zack! Da rutschte er nach dem Zweikampf mit Sören Larsen über den Rasen, blickte sofort zum Schiedsrichter, reklamierte anschließend beim Assistenten und konnte sich der emotionalen Rückendeckung seiner Mitspieler gewiss sein.

Zack! Da rutschte er nach dem Zweikampf mit Sören Larsen über den Rasen, blickte sofort zum Schiedsrichter, reklamierte anschließend beim Assistenten und konnte sich der emotionalen Rückendeckung seiner Mitspieler gewiss sein.

Doch Alex Meyer musste nach dem Abpfiff eingestehen: "Ich hatte das Gefühl, dass mich Sören Larsen vor dem 2:0 gestoßen hat. Aber als ich es auf dem Bildschirm betrachtet habe, wurde deutlich: Er hält mich anfangs fest, ich gerate ins Straucheln und treffe den Ball. Es ist nicht so, dass Larsen mich herunterzog." Also: Das 2:0 war regelkonform. Torwart Georg Koch, in den Sekunden nach dem Einschlag völlig aufgebracht: "Ein korrektes Eigentor, es gab kein Foul."

Alex Meyer konnte trotz der klaren Pleite Licht im Dunkel erkennen. "Ich fand die zweite Halbzeit von uns wirklich nicht schlecht", meinte der 22-Jährige, "streckenweise haben wir gut kombiniert." Dafür wurde allerdings in der Rückwärts-Bewegung einiges an Möglichkeiten eröffnet. Meyer: "13 Torchancen für Schalke hört sich ziemlich viel an. Aber entscheidend ist, dass wir selbst auch fünf, sechs Möglichkeiten haben, nicht nur eine."

Und dann ergänzte er: "Im Vergleich zu unserem Auftritt beim FC Bayern, wo wir viel zu passiv agiert haben, war das schon ein Unterschied." So sah es auch Walter Hellmich. "Wir haben über weite Strecken vernünftig mitgespielt", analysierte der Club-Chef, "leider sind wir dafür nicht belohnt worden. Schalke war sicherlich überlegen. Wir haben dagegengehalten." Was fehlte dem MSV? Hellmich: "In einigen Phasen muss man noch zwingender sein."

Autor: tt

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