Ein Haken links, ein Haken rechts, ein Hackentrick hier, ein Beinschuss dort, ein trockener Schuss links unten ins Eck, ein Knaller aus der Drehung in den Winkel, eine sehenswerte Vorlage in der ersten, ein Klasse-Solo in der zweiten Minute: Die Mülheimer Hallenfußball-Stadtmeisterschaft hat bisher einen überragenden Spieler in [i]der [/i]herausragenden Mannschaft des Turniers: Burhan Erkis und Galatasaray Mülheim sind die Überraschungen der ersten Woche.[i]Die Story[/i]

Mülheim: 2./3. Tag und das Fazit der ersten Hallenstadtmeisterschaftswoche

Galatasaray deklassiert Speldorf

aer
31. Dezember 2006, 15:47 Uhr

Ein Haken links, ein Haken rechts, ein Hackentrick hier, ein Beinschuss dort, ein trockener Schuss links unten ins Eck, ein Knaller aus der Drehung in den Winkel, eine sehenswerte Vorlage in der ersten, ein Klasse-Solo in der zweiten Minute: Die Mülheimer Hallenfußball-Stadtmeisterschaft hat bisher einen überragenden Spieler in [i]der [/i]herausragenden Mannschaft des Turniers: Burhan Erkis und Galatasaray Mülheim sind die Überraschungen der ersten Woche.[i]Die Story[/i]

Über diesen Auftritt diskutierten die Fußball-Stammtische der Stadt seit Wochen: Wie wird Galatasaray bei der Meisterschaft auftreten? Vor einem Jahr setzte Gala aus, weil es vor zwei Jahren zu einem Spielabbruch im Halbfinale gekommen war. Der Vorsitzende Turgut Karadag kündigte im revierkick.de-Interview an, sein Team beim kleinsten Zwischenfall sofort zurückzuziehen. Doch mit leidenschaftlichen Auftritten in Vor- und Zwischenrunde spielte sich Gala auch in die Herzen selbst einiger kritischer Fans. Als einzige Mannschaft gewann der Landesligist bisher alle sieben Spiele.

In einem zauberte Galatasaray sogar. Es kam vor 1300 Zuschauern zum mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen gegen den Oberligisten VfB Speldorf. „Hoffentlich bleibt alles ruhig“, sagte VfB-Trainer Piero Lussu noch unmittelbar vor dem Anpfiff. Sein Kollege Sakis Papachristos beruhigte: „Wir sind nur hier, um das zu zeigen, was wir können: technisch anspruchsvollen Fußball spielen.“ Wie wahr, wie wahr. Der Landesligist nahm die Speldorfer auseinander, gewann mit 7:2. Burhan Erkis erzielte fünf Tore. Die Speldorfer waren sogar so perplex, dass sie sich auf engstem Raum selbst von Gala-Torwart Ike Onukogu austricksen ließen. Dafür gab es Ovationen.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_107.jpg Das Team von Sakis Papachristos verzauberte die Hallfußballfans.[/imgbox]

Nach der Partie tanzten die Gala-Spieler auf dem Parkett und ließen sich feiern – in der Speldorfer Umkleide hingegen war es mucksmäuschenstill. Thomas Verwaayen aus dem Organisationsteam weilte im Kabinengang und verriet: „Da hat nur einer geredet. Und das war der Trainer.“ Speldorf gegen Gala – der Höhepunkt des Fünf-Stunden-Zwischenrunden-Nachmittags und der gesamten ersten Turnierwoche.

Die Speldorfer enttäuschten. Sie kamen mit sechs Stammspielern, hatten aber bereits im ersten Gruppenspiel gegen den A-Kreisligisten Rot-Weiß (5:3) große Mühe. Humorlos sicherten sie sich im Spiel gegen den A-Kreisligisten RSV (6:3) den zweiten Gruppenplatz und damit die Endrundenteilnahme. Da ist noch viel Platz nach oben.

Als dritte Mannschaft in der ersten Zwischenrunde zog Rot-Weiß in die Endrunde ein (3:1 gegen RSV). Weniger attraktiv lief die zweite Zwischenrundengruppe. Der Bezirksliga-Zweite TSV Heimaterde gewann souverän alle drei Spiele mit drei Toren Vorsprung und steht ebenso in der Endrunde wie Vorjahresfinalist 1. FC Mülheim (Kreisliga A) und Bezirksligist Blau-Weiß Mintard. Tuspo Saarn (ebenfalls Bezirksliga) schied aus.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_85.jpg Speldorfs Trainer Piero Lussu dürfte nach der 2:7-Klatsche etwas lauter geworden sein.[/imgbox]

Strich drunter – Vor- und Zwischenrunde sind vorbei, die Endrunde mit den sechs Teilnehmern VfB Speldorf (Oberliga), Galatasaray (Landesliga), TSV Heimaterde, Blau-Weiß Mintard (beide Bezirksliga) sowie Rot-Weiß und 1. FC Mülheim (beide Kreisliga A) steht kurz bevor. Chef-Organisator Jochen Guß kann bisher zufrieden sein. An den vier Tagen strömten insgesamt 3400 Besucher in die RWE Rhein-Ruhr Sporthalle. Mit Toren sparten die Teams nicht. Nur in einem Spiel fielen lediglich zwei – sonst immer mehr.

Um die Torjäger-Kanone kämpfen nächste Woche Said Kousri (Rot-Weiß, bisher 13 Tore) und Burhan Erkis (Galatasaray, 10). In der Zwischenrunde war die Stimmung auf den Rängen erstklassig. Die Speldorfer kamen mit der Unterstützung von 30 lautstarken Anhängern, die aber im Spiel gegen Galatasaray bedröppelt nur zuschauen konnten, wie ihr Team an die Wand gespielt wurde. Rot-Weiß brachte die halbe Fußball-Abteilung mit – und auch der TSV Heimaterde wurde von einer großen Menge angefeuert. Eine kleine Rangelei gab es nur einmal. Die Folge: Polizei und Ordnungsdienst sprachen fünf Hausverbote aus.

Nächsten Samstag rechnen die Organisatoren mit mindestens 1600 Besuchern – die Polizei stockt ihr Aufgebot auf, auch der Ordnungsdienst wird verstärkt. Es wird heiß unterm Dach.

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Autor: aer

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