Umarmungen, Jubel, La Ola, Standing Ovations – beim MSV Duisburg brachen nach dem hart erkämpften 1:0 (0:0) über den VfL Wolfsburg alle Emotions-Dämme. Präsident Walter Hellmich, der sich auch nach dem Pokal-K.O. bei 1860 München wie ein Fels vor die Truppe gestellt hatte, schritt freudestrahlend in die Kabine.

DUISBURG: Fans und Team erste Klasse, stolzer Kurth: “So geht es”

02. November 2005, 10:53 Uhr

Umarmungen, Jubel, La Ola, Standing Ovations – beim MSV Duisburg brachen nach dem hart erkämpften 1:0 (0:0) über den VfL Wolfsburg alle Emotions-Dämme. Präsident Walter Hellmich, der sich auch nach dem Pokal-K.O. bei 1860 München wie ein Fels vor die Truppe gestellt hatte, schritt freudestrahlend in die Kabine.

Umarmungen, Jubel, La Ola, Standing Ovations – beim MSV Duisburg brachen nach dem hart erkämpften 1:0 (0:0) über den VfL Wolfsburg alle Emotions-Dämme. Präsident Walter Hellmich, der sich auch nach dem Pokal-K.O. bei 1860 München wie ein Fels vor die Truppe gestellt hatte, schritt freudestrahlend in die Kabine.
“Nach so einer guten Leistung ist es einfach ein tolles Gefühl, als Sieger vom Platz gegangen zu sein. Das war schon erste Klasse, wie dann auch das Publikum mitgegangen ist. Die Mannschaft ist absolut gefestigt. Nach dem Ausfall und der Verletzung von Tobias Willi sind sofort die Leute da, die in die Bresche springen und eine hervorragende Leistung bringen”, applaudierte der Club-Chef und nutzte die Gelegenheit, festzustellen: “Gegen die Bayern kannst du verlieren, aber du darfst dich nicht so präsentieren wie wir es auch gegen 1860 oder Frankfurt getan haben. Da wurde gegen Wolfsburg ein deutliches Zeichen gesetzt, dass es auch anders geht. Jetzt gehen wir mit diesem Sieg gestärkt in die bevorstehenden Aufgaben mit Schalke, Hamburg und Köln, die wahrlich nicht einfach sind.”
Das Tor des Tages erzielte in einem aufopferungsvoll geführten Match Alex Bugera, der die Vorarbeit des immer besser in Fahrt kommenden “Raschi” Tjikuzu und dem unermüdlichen Markus Kurth gekonnt verwertete (57.). “Meine Mannschaft hat genauso gespielt wie es das Duisburger Publikum von ihr erwartet und ist mit einer Leistung aufgetreten, wie sie Fans in der letzten Saison lieben gelernt haben”, analysierte MSV-Coach Norbert Meier, “mit Kampfeslust, Laufbereitschaft und dem absoluten Einsatzwillen haben wir verdient gewonnen. Mein Team hat alles hervorragend umgesetzt, was wir in dieser Woche besprochen haben. Jeder, der auf dem Feld stand, hat gezeigt, dass er alles für die Mitspieler geben will.” Meier sichtlich froh: “Wir haben verdient gewonnen. Ein wichtiger Sieg, damit sind wir wieder dichter dran. Jetzt sind wir in der Tabelle dort, wo man mal wieder besser durchatmen kann.”
Holger Fach, Linien-Chef der “Wölfe”, akzeptierte die Pleite. “Wir haben verdient verloren, weil wir es über das gesamte Spiel nicht geschafft haben, die Duisburger zu Fehlern zu zwingen. Insgesamt waren wir zu passiv und haben zu wenig in das Match investiert. Mit dieser Niederlage haben wir einen deutlichen Rückschlag erlitten.”
Der MSV dagegen versöhnte mit den Tugenden, die ein Club im Existenz-Kampf in die Waagschale feuern muss, für so manches Leid aus den letzten Wochen. Stürmer Markus Kurth: “Ich bin unheimlich stolz. So geht es, mit solchen Leistungen kann man die Klasse halten. Wir haben in einem anderen System gespielt und jeder war bereit, für den anderen mitzulaufen.” Auch Verteidiger Alex Meyer bekräftigte: “Wolfsburg ist eine Mannschaft mit überragenden Leuten, denen muss man wehtun. Für uns war es ein Schlüssel-Spiel, es ging um alles oder nichts.” Offenbar war diese Ausgangs-Lage auch bei den Fans im Kopf. Meyer: “Die Unterstützung fanden wir super. Wenn die Fans merken, dass wir mit Herz und Leidenschaft spielen, dann gehen sie darauf voll ab. Für den Verein und uns selbst sind die drei Punkte eine Riesen-Befreiung.”

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