Chef-Trainer Norbert Meier sprach die Schwachpunkte an, der Fehltritt vom vergangenen Sonntag wurde seziert, analysiert.

MSV: Überraschung geplant

21. Oktober 2005, 11:32 Uhr

Chef-Trainer Norbert Meier sprach die Schwachpunkte an, der Fehltritt vom vergangenen Sonntag wurde seziert, analysiert.

"In unseren vier Wänden wird nach so einer Leistung natürlich Tacheles geredet", sagt Co-Trainer Heiko Scholz, "aber es ist fehl am Platz, richtig draufzuhauen. Wir haben ein richtiges Scheiß-Spiel abgeliefert, es wäre falsch, jetzt alles in Frage zu stellen. Wir wussten von Beginn an, dass uns eine ganz schwere Saison erwartet."
Die nötige Selbstkritik war bei den Zebras vorhanden. "Wir haben beschissen gespielt", gestand Tobias Willi ein, nach dem Schlusspfiff holte sich der Blondschopf mit den Team-Kollegen eine Schimpf- und Pfiff-Kanonade vor dem Fan-Block ab. "Es ist klar, dass die Leute enttäuscht waren. Der Gang zu den Anhängern gehört sich einfach, auch nach so einer schlechten Leistung, mir ist das ehrlich gesagt nicht schwer gefallen." Alex Meyer sah es ähnlich: "Wir müssen zu den Fans, egal, ob wir gut oder schlecht waren. Ich habe Verständnis dafür, dass die Zuschauer ihrem Unmut Luft gemacht haben."
Mike Rietpietsch sprach bildlich davon, dass "wir wie die Hasen gelaufen sind." Der frühere Bochumer: "Wir waren zwar alle da, aber irgendwie immer zu spät. Zu Beginn sind wir gestartet wie die Feuerwehr, dann wurde es von Minute zu Minute schlechter." Der Allrounder gestand ein: "Normalerweise musste Frankfurt fünf Stück machen, die sind fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen, dazu hat Georg Koch sensationell gehalten. Wir haben es der SGE wirklich leicht gemacht. Anstatt einen Schritt nach vorne zu machen, sind wir sechs Schritte zurückgegangen." "Riete" ballt die Faust: "Jetzt geht es darum, weiterzumachen, eine Überraschung zu schaffen."
Club-Chef Walter Hellmich zeigte sich zwar auch zerknirscht, behielt aber den nötigen Überblick: "Einfach auf den Punkt gebracht haben wir einen schlechten Tag erwischt, schlecht gespielt. Ende." Von Panik hält der "Macher" ohnehin nichts. "Ich bin so ruhig wie selten zuvor", lässt er sich vom Abrutschen auf einen Abstiegsrang nicht bekloppt machen, "wir müssen uns der Situation stellen. Durch die Niederlage hat sich die Ausgangs-Lage für uns nicht verändert. Wir haben in München nichts zu verlieren, werden den Kopf keinesfalls in den Sand stecken. Das Frankfurt-Spiel wurde analysiert, die Mannschaft muss an sich arbeiten, dann geht es weiter."

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