In einer an Höhepunkten armen, dafür aber umso ruppigeren Partie trennten sich der SV Wacker Obercastrop und Titelaspirant SC Dorstfeld 09 mit 1:1.

BL 15: Spitzenspiel

Kampfbahn Erin macht Namen Ehre

13. September 2009, 19:20 Uhr

In einer an Höhepunkten armen, dafür aber umso ruppigeren Partie trennten sich der SV Wacker Obercastrop und Titelaspirant SC Dorstfeld 09 mit 1:1.

Daran, dass die Partie mit zahlreichen versteckten Nickligkeiten aber auch offenen Fouls gespickt war, hatte auch Schiedsrichterin Lisa Schneider (Witten) ihren Anteil. Denn die Unparteiische versäumte es, gleich zu Beginn der Partie mit der einen oder anderen Gelben Karte für mehr Disziplin unter den 22 Akteuren zu sorgen. „Ich habe lange gedacht, die hat gar keine Karten dabei", bemerkte Wacker Coach Uwe Esser anschließend und sein Dorstfelder Pendant, Frank Truschko hätte sich „für solch eine Spitzenspiel einen Schiedsrichter mit mehr Erfahrung gewünscht.“

Für das schwache spielerische Niveau waren die Kicker allerdings alleine verantwortlich. Man konnte zwar erkennen, dass beide Teams wohl zu den Favoriten um den Titel gehören werden, jedoch schafften es weder der hoch gehandelte Gast, noch die Heimelf, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. „Das war nun wirklich kein Spitzenspiel", analysierte Esser anschließend.

Zu viele lange, aber unpräzise Bälle prägten die Szenerie. Schnelle, direkte Kombinationen – Mangelware. Und Torchancen suchte man – abgesehen von einem schönen Hasecke-Kopfball – über weite Strecken vergeblich.

So sorgten dann zwei Standardsituationen für die beiden Treffer am heutigen Tag. Der Dorstfelder Alexander Schwarz ermöglichte Wackers Andre Paulinsky durch ein schlampiges Zuspiel in der Vorwärtsbewegung das Eindringen in den Sechzehner. So schlampig das Abspiel vorher, so ungeschickt das anschließende Tackling von David Wündisch gegen Paulinsky. Lisa Schneider blieb gar nichts anderes übrig, als auf den ominösen Punkt zu zeigen. Daniel Kaczor verwandelte glücklich (63.).

Truschko riskierte nun alles, beorderte seinen besten Fußballer, Philipp Schwaß aus der Viererkette ins Mittelfeld. Das führte fortan zu reichlich Unordnung im Wackeraner Defensiv-Verbund. Für wirkliche Torgefahr reichte aber auch diese Maßnahme nicht. So war es dann wieder einmal Daniel Otto, der für seine Farben den wichtigen Ausgleich erzielte. Sein abgefälschter Freistoß landete unhaltbar im Kasten von Wackers Schlussmann Daniel Schultz (75.). So trennten sich die beiden Teams nach einem phasenweise fußballerischen „Kleinkrieg“ am Ende schiedlich friedlich mit 1:1 Unentschieden.

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