Frankfurt. Der Name verbindet, weckt Erinnerungen. Am 9. Mai 2005 sicherte sich der MSV durch einen Auswärtssieg bei der Eintracht das Bundesliga-Ticket. Mit dabei als Energiebündel und nächtlicher Party-Mikro-Mann: Andreas Voss.

Knie-Behandlung mit asiatischen Methoden Voss denkt an Jubel-Bilder: "Genau dafür lohnt es sich"

tt
15. Oktober 2005, 13:03 Uhr

Frankfurt. Der Name verbindet, weckt Erinnerungen. Am 9. Mai 2005 sicherte sich der MSV durch einen Auswärtssieg bei der Eintracht das Bundesliga-Ticket. Mit dabei als Energiebündel und nächtlicher Party-Mikro-Mann: Andreas Voss.

Frankfurt. Der Name verbindet, weckt Erinnerungen. Am 9. Mai 2005 sicherte sich der MSV durch einen Auswärtssieg bei der Eintracht das Bundesliga-Ticket. Mit dabei als Energiebündel und nächtlicher Party-Mikro-Mann: Andreas Voss.
Wenn es am Sonntag in der Arena zur Neuauflage kommt, ist "Vossi" nicht mittendrin. Von seinem Platz im Business-Bereich wird sich das Kämpferherz die 90 Minuten ansehen und das eine oder andere Mal unruhig mit den Füßen scharren. "Für einen Herzblut-Fußballer wie mich ist das echt schwierig. Ich habe schon dran zu knabbern, dass meine Verletzung so lange dauert", gesteht Andy Voss ein, "für mich ist es nicht einfach, die Saison fing schon ganz schlecht an."
Zur Erinnerung: Gleich im ersten Training musste der Mittelfeldspieler den eigentlich lockeren Aufgalopp abbrechen.
Nach der Knie-Operation und anschließender Reha blinkte für den 26-Jährigen im Test gegen Heracles Almelo (3:1) wieder "grünes Licht", aber einen Tag später folgte die Ernüchterung: "Das Knie ist wieder dick geworden." Diagnose: Knorpelschaden.
Der Pechvogel suchte seinen vertrauten Spezialisten Franz-Josef Zeiss in der Nähe von Würzburg auf, begab sich dort vier Wochen in medizinische Obhut. Voss: "Die Behandlung wurde ganz neu aufgebaut, wir haben eine ganz andere Art gewählt." Mit einem asiatischen Einschlag. Der Ex-Wolfsburger: "Akupunktur, Laser, Massagen, das alles gehörte zum Programm." Wobei die Massagen nicht zu den angenehmsten Methoden zählten. "Vossi" erklärt: "Lange hält man das nicht aus, das ist schon schmerzhaft, weil es bis in die Tiefen-Muskulatur eindringt."
Inzwischen ist Andreas Voss wieder in Duisburg, absolviert Lauf,- Kraft,- und Stabilisations-Übungen. "Ich kann im Prinzip alles machen, aber ich spüre noch etwas. Optimal klappt es noch nicht."
Trotzdem steckt der einstige Dürwißer nicht auf. "Natürlich kommt man manchmal ins Grübeln, aber dann sind Freundin und Familie da, um einen wieder aufzubauen. Ich arbeite täglich dafür, dass ich zurückkomme", ballt "Vossi" die Faust und denkt an Frankfurt. "Wenn man die Jubelbilder aus dem Mai vor Augen hat, dann weiß man: Dafür lohnt es sich, wieder ganz fit zu werden." Allerdings kann das Aufstiegs-Erlebnis ruhig einmalig bleiben: "Ich hoffe, dass wir in Duisburg keinen Aufstieg mehr feiern." Dafür soll der Klassenerhalt zelebriert werden. Der Defensiv-Mann zwinkert: "Ich denke, dass es hier im Falle der Rettung genauso ausgelassen zugeht. Doch dafür müssen wir noch hart arbeiten." Und wenn es um "Arbeit" geht, bietet Andreas Voss gerne seine Hilfe an, sofern sein Knie keine Einwände hat...

Autor: tt

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