Schalkes Cheftrainer Ralf Rangnick weiß im Moment nicht, ob er lachen oder weinen soll. Zwar ist er sich sicher, dass

Rangnicks Klinsmann-Kritik vor dem Bayern-Knaller

15. Oktober 2005, 12:55 Uhr

Schalkes Cheftrainer Ralf Rangnick weiß im Moment nicht, ob er lachen oder weinen soll. Zwar ist er sich sicher, dass "meine Mannschaft weiß, wie sie gegen Bayern spielen muss." Nur welche Mannschaft aufläuft, das ist drei Tage vor dem richtungsweisenden Schlager gegen die Münchener noch unklar.

Schalkes Cheftrainer Ralf Rangnick weiß im Moment nicht, ob er lachen oder weinen soll. Zwar ist er sich sicher, dass "meine Mannschaft weiß, wie sie gegen Bayern spielen muss." Nur welche Mannschaft aufläuft, das ist drei Tage vor dem richtungsweisenden Schlager gegen die Münchener noch unklar. Zwar gab es bis jetzt noch keine negative Kunde über Verletzte, doch im Endeffekt kann der Schwabe erst heute überhaupt anfangen, sich mit der Vorbereitung auf den Knaller zu beschäftigen. Dann trudeln bis zum Nachmittagstraining immerhin acht der zehn Nationalspieler wieder ein, die seit vergangener Woche auf Tour waren.
"Dario Rodriguez und Gustavo Varela landen sogar erst morgen um 18.00 Uhr in Frankfurt", stöhnt der Coach. Offenbar hadert der 47-Jährige außerdem mit der Behandlung seiner deutschen Nationalspieler durch Bundestrainer Jürgen Klinsmann. "Ich habe am Sonntag noch einmal ein langes Gespräch mit Oliver Bierhof geführt. Ich habe ihm ganz im Detail gesagt, wo ich persönlich in den letzten zehn Tagen ein paar Dinge gesehen habe, die nicht so gelaufen sind, wie sie hätten laufen sollen“, beklagt sich Rangnick über fehlende Zusammenarbeit mit dem Kalifornier. "Der weiß inzwischen auch, was ich meine. Ich habe Jürgen vor Beginn des Lehrgangs in Kenntnis gesetzt, in welcher Verfassung ich ihm die Spieler übergebe."
Offensichtlich hat sich Klinsmann nicht daran gehalten und den Regenerationsbedarf bei Kevin Kuranyi und Fabian Ernst ignoriert. Michael Ballack dagegen wurde nach seinen Verletzungen nicht für das China-Spiel nachnominiert, trainierte statt dessen an der Säbener Straße. "Dennoch sind wir stark genug, um die Bayern am Samstag zu schlagen", ballt Abwehrchef Marcelo Bordon, der sich gestern beim Training von seiner Sprunggelenksverletzung gut erholt zeigte, die Faust.
Ebbe Sand macht sich allerdings auch seine Gedanken, wenn die Bayern tatsächlich zum ersten Mal in der Arena gewinnen würden. "Es ist zwar kein Endspiel, aber dann wären die wieder acht Punkte weg", rechnet der Däne. Um festzustellen: "Deswegen müssen wir dran bleiben." Gegen eine Wiederholung des 1:0 Triumphes vom 13. März hätte dagegen in Schalke wohl niemand etwas einzuwenden. "Wir haben in den letzten Spielen gegen Hannover, Milan und Frankfurt wieder zur normalen Form zurück gefunden und auch wieder gelernt, zu gewinnen. Ich bin mir sicher, dass die Jungs auch am Samstag wieder ein richtig gutes Spiel abliefern werden", ist Rangnick guter Dinge, dass die sieben ihrem "verflixten" Ruf nicht gerecht wird und der siebte Heimsieg hintereinander gegen den Rekordmeister gelingt.

So wollen sie spielen
Schalke: Rost - Rafinha, Bordon, Rodriguez, Krstajic - Ernst, Poulsen, Kobiashvili – Lincoln - Kuranyi, Larsen
München: Kahn - Sagnol, Lucio, Ismael, Lizarazu – Demichelis - Schweinsteiger, Ballack, Ze Roberto, Makaay, Pizarro (Santa Cruz)

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