Die Zusammenarbeit mit den Duisburger Füchsen und Ralf Pape hat den Eishockey-Standort Herne in den vergangenen 15 Monaten ganz weit voran gebracht.

HEV: Stark dank Rückzug

Top-Favorit der Oberliga aus dem Revier

Markus Terbach
11. September 2009, 10:17 Uhr

Die Zusammenarbeit mit den Duisburger Füchsen und Ralf Pape hat den Eishockey-Standort Herne in den vergangenen 15 Monaten ganz weit voran gebracht.

Die Crusaders sind weiterhin Oberligist und haben besonders zum Abschluss der Saison für Furore in der dritthöchsten Spielklasse gesorgt. Doch in der zurückliegenden Sommerpause gab es gleich zwei Hiobs-Botschaften: Zum einen die Nachricht, dass die Herner Eishalle, die unter anderem auch Ralf Pape gehört, aufgrund mehrerer Mängel an der Kühlanlage in der anstehenden Saison nicht bespielbar sein wird.

Eine vorübergehende Lösung wurde schnell gefunden: Die Crusaders tragen in dieser Saison ihre Heimspiele in Gelsenkirchen aus, etwa 10 Kilometer vom heimischen Standort entfernt. Noch ist völlig unklar, wann sie wieder am Gysenberg spielen können. Ralf Pape kann und will die Kosten für die Sanierung nicht allein tragen, von Stadt und Unternehmern kommen bisher nur Absichtserklärungen aber keine sicheren Zusagen. „Das wird ein schwieriges Jahr für uns“, sagt Matthias Roos, Geschäftsführer der Herner Spielbetriebs-GmbH.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/010/221-10616_preview.jpeg Ralf Pape (Foto: firo).[/imgbox]
Zum anderen die Insolvenz der Duisburger Füchse und der damit verbundene Rückzug aus der DEL. Mehrere Wochen stand überhaupt nicht fest, in welcher Form Ralf Pape überhaupt noch die Herner Crusaders unterstützen will. Am Ende ging aus Herner Sicht alles gut. Nicht nur, dass Pape seine weitere Unterstützung zusicherte, man profitierte sogar vom unfreiwilligen Abstieg der Duisburger in die Regionalliga. Ein großer Teil der Spieler, die bis dahin einen Vertrag bei den Füchsen für die 2. Bundesliga abgeschlossen hatten, stehen nun im Kader der Crusaders. Kein Wunder, dass die Herner als Favorit auf die Oberliga-Meisterschaft gelten, denn die Mannschaft hat auf dem Papier Zweitliga-Niveau.

Crusaders-Coach Niklas Sundblad stellt seine Mannschaft vor:
Marc Dillmann: Marc ist ein sehr erfahrener Torhüter, der in der letzten Saison zu den besten Goalies der Liga zählte. Stabil und sicher.

Björn Linda: Ein junger Torwart mit sehr guter Technik. Er hat viel Talent und wird seine Chancen bekommen.
Rory Rawlyk: Ein absoluter Publikumsliebling in Herne. Guter Offensiv-Verteidiger mit viel Spielverständnis.

Toni Bader: Schlagschuss der Liga! Viel Kraft und gute Übersicht im Spiel.

Michael Hengen: Ein großer und starker Verteidiger. Eine absolute Verstärkung für unsere Defensive.
Christopher Schadewaldt: Ein Verteidiger mit Zweitliga-Niveau. Ein robuster Spieler mit gutem Körpereinsatz.

Brad Burym: Brad hat viel Erfahrung, die er vor allem an die jungen Spieler weitergeben soll. Viel Geduld auf dem Eis und herausragende Spielübersicht.

Dustin Schumacher: Ein junger und sehr talentierter Spieler. Spielt sehr körperbetont, fährt harte und faire Checks.

Jan-Niklas Pietsch: Ein Verteidiger mit Potenzial. Gutes Spielverständnis für sein Alter.

Joel Keussen: Ebenfalls jung und talentiert. Ein satter Schlagschuss. Auf der blauen Linie stark und konsquent.

Mark Kosick: Ein Spielmacher. Er treibt die Mannschaft voran und motiviert. Ein echter Häuptling.

Nils Liesegang: Hochtalentiert. Er war unser Top-Scorer in der letzten Saison. Wir erwarten einiges von ihm, wenn er diszipliniert auftritt.

Paul Flache: Ein großer und vor allem kraftvoller Spieler. Er ist unglaublich fit, einer der stärksten Stürmer dieser Liga.

Shawn McNeil: Super Torjäger, immer brandgefährlich. Er wird mit Sicherheit ein Topscorer.

Mika Puhakka: Ein sehr schneller Spieler aber auch Spielmacher. Er hat unglaublich gute Hände. Präzise und immer gefährlich.
Petr Mares: Ein richtiger Torjäger. Er hat vor dem gegnerischen Tor fast immer den richtigen Riecher.

Dennis Fischbuch: Sehr gute Hände. Technisch sehr stark und sehr talentiert.

Tom Fiedler: Ein Arbeitstier, er hängt sich unglaublich rein und kämpft um jeden Zentimeter Eis. Außerdem ein brandgefährlicher Torjäger.

Jan Taube: Er war lange verletzt und trainiert hart. Guter Körpereinsatz. Ein Zwei-Wege-Spieler.

Christoph Ziolkowski: Ein sehr guter Schlittschuhläufer. Geht viele Wege, auch in der Defensive.

Darren Doherty: Hohes Spielverständnis und ständig ein Auge für seine Mitspieler. Läuferisch und technisch sehr stark.

Autor: Markus Terbach

Kommentieren