Die TSG hat im vierten Anlauf den Heimfluch besiegt. Mit dem Dreier gegen Bergisch Gladbach ist das Unvermögen, vor den eigenen Fans zu versagen, beendet.

Greitemann startet

Hubers feines Näschen

11. September 2009, 08:30 Uhr

Die TSG hat im vierten Anlauf den Heimfluch besiegt. Mit dem Dreier gegen Bergisch Gladbach ist das Unvermögen, vor den eigenen Fans zu versagen, beendet.

„Es wäre fatal gewesen, wenn man vier Spiele am Baumhof verloren hätte“, ist Sprockhövels Trainer Lothar Huber erleichtert.

Gelassen kann der Ex-Profi auch sein, denn sein feines Näschen hat ihn wieder einmal nicht im Stich gelassen. Nach der Heim-Pleite gegen Speldorf hatte er einen dicken Hals. Anstatt zu seiner Mannschaft zu gehen, hat er sich lieber die eigene Reserve angeschaut. „Und da ist mir Sebastian Greitemann aufgefallen“, hat Huber mit dem 21-Jährigen einen echten Glücksgriff gelandet. Denn der Mittelfeldler hat Huber im Training mit der Ersten derart überzeugt, dass er gegen Wattenscheid direkt in der Startelf stand und schon ein Tor erzielte. „Er macht sich richtig gut“, reibt sich Huber die Hände.

Und dabei kommt Greitemann aus der Kreisliga A. Der Sportstudent an der Ruhr-Uni Bochum hat bei der DJK Dörenhagen und dem SV Dahl gespielt. „Wenn ich von einem Jungen überzeugt bin, ist mir seine Vita egal“, winkt Huber ab. „Er kann Fußballspielen, ist sehr schnell und macht richtig Spaß. So lange er das zeigt, wird er bei mir spielen.“

Mit dem bisherigen Erfolg hat Huber jedenfalls nicht gerechnet. „Es ist überraschend, dass wir bereits zehn Punkt haben. Wir haben schließlich schon gegen Mannschaften wie Fortuna Köln, Speldorf oder Wiedenbrück gespielt.“ Zwar ist gegen dieses Trio nichts Zählbares herausgesprungen, aber „das sind auch Teams, gegen die man eigentlich keine Chance hat“, hebt der ehemalige Dortmunder an. „Dennoch haben wir gegen alle Gegner spielerisch überzeugt. Aber die Zähler dienen nur unserem Ziel, nicht abzusteigen.“

Doch davon ist Huber überzeugt: „Die Jungs haben einiges drauf. Gegen die Großen fehlt noch ein bisschen, aber das wird die Zeit mit sich bringen. Wir werden die Klasse auf jeden Fall halten. Der gute Start ist uns dabei natürlich behilflich.“ Sein Zusatz: „Viele wissen noch gar nicht, wie gut sie wirklich sind.“

Wie Greitemann, der sein Talent bislang in der Kreisliga verschleuderte und jetzt dank Hubers feinem Näschens wie die gesamte TSG die NRW-Liga aufmischt.

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