Trotz des missglückten Saisonstarts ist Thomas Strunz nicht unterzukriegen. Der Essener Teamchef wehrt sich energisch dagegen alles schlecht zu reden.

RWE: Strunz will siegen

"Ruhe, Vertrauen und Geduld"

Krystian Wozniak
11. September 2009, 08:27 Uhr

Trotz des missglückten Saisonstarts ist Thomas Strunz nicht unterzukriegen. Der Essener Teamchef wehrt sich energisch dagegen alles schlecht zu reden.

Wir haben in den ersten Partien leider nicht das rausgeholt, was wir hätten rausholen können“, zeigt sich der Ex-Nationalspieler, genau so wie das gesamte RWE-Umfeld, von dem Saisonbeginn enttäuscht.

Jedoch bleibt Strunz dabei sachlich und verfällt nicht in Panik. „Wir haben drei Tore zu wenig geschossen, sonst würde alles anders aussehen.“ Am Freitag kommt der 1. FC Köln II und da wollen die Fans endlich wieder drei Punkte sehen. Strunz sieht dem Match positiv entgegen. „Wir werden uns so vorbereiten, dass wir gegen Köln gewinnen.“

Dabei wird der Coach höchstwahrscheinlich auf die Dienste von Sascha Mölders und Finn Holsing verzichten müssen. „Saschas Einsatzchance liegt bei 20 Prozent. Aufgrund seiner Knöchelverletzung konnte er noch gar nicht trainieren.“ Bei Abwehrspieler Holsing sieht es nicht viel anders aus. „Finn hat eine Wadenverletzung. Sein Einsatz wird sich erst am Spieltag entscheiden. Wir werden nichts riskieren. Wir haben einen guten, breiten Kader“, sieht Strunz keine Probleme, die Ausfälle zu kompensieren.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/013/275-13728_preview.jpeg Am Freitagabend muss die Truppe von Thomas Strunz höchstwahrscheinlich auf ihren Kapitän verzichten. Mölders laboriert an einer Knöchelverletzung.[/imgbox]

Der 41-Jährige hofft, dass die Mannschaft endlich den „Schalter“ zum Toreschießen findet und kaltschnäuziger vor dem gegenerischen Gehäuse agiert. „Es ist die Zeit gekommen, in der wir uns selbst für unseren Aufwand belohnen müssen. Um Erfolg zu haben, müssen wir Ruhe, Vertrauen und Geduld aufbringen“, ist Strunz von der Trendwende überzeugt.

Auch die sechs Punkte Rückstand auf Rang eins sieht der Ex-Münchner gelassen. „Wir haben noch 28 Partien vor der Brust. In diesen Begegnungen wird die Mannschaft ihre Qualität unter Beweis stellen und ihren Weg gehen“, betont der Teamchef, der einen überraschenden Satz zum Thema Aufstieg folgen lässt: „Dieses Wort habe ich nie ausgesprochen. Ich will mit Rot-Weiss Essen sportlichen Erfolg haben. Und von dem bin ich weiterhin überzeugt.“

Was sich ganz anders anhört, als bei der letzten Mitgliederversammlung im Cinemaxx, als man sich klar positionierte und feststellte, nichts anderes als der Aufstieg komme in dieser Spielzeit in Frage. An den Worten muss sich der Verein messen lassen...

Autor: Krystian Wozniak

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