Kaum hat die neue WM-Saison richtig Fahrt aufgenommen, wird beim FC Schalke schon wieder über Neuzugänge spekuliert. Dies nicht wegen der bis zum Sieg gegen Hannover schwachen Leistungen der Mannschaft, sondern um diese im internationalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

Ausleihe im Winter vorstellbar: Nimmt Schalke den Huth?

hb
27. September 2005, 09:19 Uhr

Kaum hat die neue WM-Saison richtig Fahrt aufgenommen, wird beim FC Schalke schon wieder über Neuzugänge spekuliert. Dies nicht wegen der bis zum Sieg gegen Hannover schwachen Leistungen der Mannschaft, sondern um diese im internationalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

Kaum hat die neue WM-Saison richtig Fahrt aufgenommen, wird beim FC Schalke schon wieder über Neuzugänge spekuliert. Dies nicht wegen der bis zum Sieg gegen Hannover schwachen Leistungen der Mannschaft, sondern um diese im internationalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

Wieder einmal im Gespräch bei den Königsblauen ist Robert Huth. „Wir haben letzten Jahr schon einmal mit ihm gesprochen, da hat er gesagt, dass er seine Zukunft in London sieht“, bestätigt S04-Team-Manager Andreas Müller das Schalker Interesse an dem deutschen Nationalspieler in Diensten des FC Chelsea.

Huth, nach nur zwölf Länderspielen für die Klinsmann-Auswahl schon Kult bei den deutschen Fans, ist bei den „Blues“ noch bis 2008 gebunden. Schalke denkt an eine Möglichkeit, den 21-Jährigen auszuleihen. „Er spielt beim momentan wahrscheinlich besten Verein der Welt und will sich dort durchsetzen. Selbst die Bayern sind letztens bei ihm abgeblitzt“, weiß Müller, der große Stücke auf den bisweilen etwas ungelenk und technisch schwach wirkenden Abwehrrecken hält. „Beim Confed-Cup hat man gesehen, dass er sich mit zunehmenden Einsätzen gesteigert hat. Bei Chelsea bekommt er diese Spielpraxis nicht und setzt sich womöglich zu sehr unter Druck, wenn er dann aufläuft“, überlegt der „Eurofighter“ von 1997. „Lass’ den mal ein paar Partien hintereinander machen, dann wird das einer.“

Müller kann sich Huth prima als Ergänzung zu Marcelo Bordon und Mladen Krstajic vorstellen, die seiner Auffassung nach nicht nur Defensivaufgaben verrichten, sondern auch für das Schalker Aufbauspiel von hinten heraus wichtig sind. „Robert Huth ist einer, der von seiner Aggressivität lebt, sich richtig in einen Gegenspieler festbeißen kann“, meint Müller und kann mit den spielerischen Schwächen des Manndeckers leben kann. „Johan de Kock war auch nicht gerade ein Super-Techniker. Trotzdem hat er die meisten Stürmer im Griff gehabt, das hat gereicht“, erinnert sich der 42-Jährige an seinen früheren Mitspieler.

Huth wird es noch einmal beim amtierenden Meister der Premier League versuchen, hat aber vor Monaten angekündigt: „Ich bin für alles offen. Wenn der richtige Verein kommt, kann ich mir auch Deutschland vorstellen.“

Autor: hb

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