Schottland hat in der Qualifikation zur Fußball-WM 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) den zweiten Tabellenplatz der Europa-Gruppe 9 übernommen.

WM-Quali: Überblick

Schottland wahrt WM-Chancen

sid
05. September 2009, 18:33 Uhr

Schottland hat in der Qualifikation zur Fußball-WM 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) den zweiten Tabellenplatz der Europa-Gruppe 9 übernommen.

Das Team von Trainer George Burley bezwang den Konkurrenten Mazedonien in Glasgow durch Tore von Scott Brown (56.) und James McFadden (81.) mit 2:0 (0:0) und hat nach sieben Spielen mit zehn Punkten nun die besten Aussichten auf Rang zwei, der eventuell zur Teilnahme an einem Play-off-Duell berechtigt. Allerdings müssen die Schotten am letzten Spieltag gegen die bereits qualifizierten Niederlande antreten, die bisher alle sieben Spiele gewonnen haben. Mazedonien (7 Spiele/7 Punkte) ist ebenfalls noch im Rennen.

Aserbaidschan - Finnland 1:2 (0:0)
Berti Vogts hat als Trainer von Aserbaidschans Fußball-Nationalmannschaft auch im siebten Anlauf den ersten Sieg in der WM-Qualifikation verpasst. Das Team aus dem Kaukasus verlor in Lankaran 1:2 (0:0) gegen Finnland. Die frenetisch gefeierte Führung erzielte Spielmacher Elwin Mammadow in der 49. Minute. Markus Heikkinen glich für die Finnen in der 74. Minute aus, Petri Pasanen von Werder Bremen sorgte fünf Minuten vor dem Abpfiff für den Endstand. Aserbaidschan, das am Mittwoch (20.45 Uhr, live im ZDF) in Hannover auf Deutschland trifft, hat in der Gruppe 4 weiterhin lediglich einen Punkt auf dem Konto und ist vor Liechtenstein Vorletzter. Der Tabellendritte Finnland wahrte die theoretische Chance auf die Qualifikation für die WM-Endrunde in Südafrika. Unter Vogts hat Aserbaidschan erst einen Sieg gefeiert. Das Team des früheren Bundestrainers hatte im vergangenen Jahr 2:1 in Bahrain gewonnen.

Russland - Liechtenstein 3:0 (3:0)
Deutschlands Gruppengegner Russland hat die Chance auf die direkte Qualifikation zur Endrunde der Fußball-WM 2010 gewahrt. Das Team von Trainer Guus Hiddink kam in St. Petersburg zu einem 3:0 (3:0) gegen Liechtenstein und liegt mit nun 18 Punkten nur noch einen Zähler hinter der deutschen Auswahl. Nur der Gruppensieger löst das direkte Ticket nach Südafrika, der Zweite muss in die Play-offs. Deutschland spielt am 10. Oktober in Russland. Verteidiger Wassili Beresuzki (17.) stellte die Weichen im Petrowsky-Stadion bereits früh auf Sieg. Danach tat sich die Sbornaja schwer, erst zwei verwandelte Elfmeter von Roman Pawljutschenko (40./45.) sorgten noch vor der Pause für die Vorentscheidung. Der zweite Treffer des Stürmers von Tottenham Hotspur war das 200. Tor in der WM-Qualifikation für Russland bzw. die UdSSR. Am kommenden Mittwoch muss Russland in Wales antreten. Das Hinspiel hatte das Hiddink-Team im September 2008 mühevoll mit 2:1 gewonnen.

Armenien - Bosnien-Herzegowina 0:2 (0:1)
Ein Bundesliga-Quintett steht mit der Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas vor dem Einzug in die Play-offs zur Fußball-WM 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli). Das Team um Zvjezdan Misimovic, Edin Dzeko (beide VfL Wolfsburg), Vedad Ibisevic, Sejad Salihovic (beide 1899 Hoffenheim) und Zlatan Bajramovic (Eintracht Frankfurt) setzte sich bei Gastgeber Armenien in Jerewan 2:0 (1:0) durch und hat beste Aussichten, hinter Spanien den zweiten Platz in der Europa-Gruppe 5 zu erreichen. Senijad Ibricic (6.) und Zlatan Muslimovic (74.) erzielten die Tore der Gäste, die sich erstmals für eine WM-Endrunde qualifizieren wollen. Mit 15 Punkten aus sieben Spielen lagen die Bosnier klar vor dem Verfolger Türkei (8/6), der am Samstagabend gegen Estland antrat.

Georgien - Italien 0:2 (0:0)
Zwei Eigentore eines Italien-Legionärs halten Fußball-Weltmeister Italien auf WM-Kurs. Ausgerechnet Georgiens Abwehr-Routinier Kachaber Kaladse, seit 2001 in Diensten des AC Mailand, versenkte beim 0:2 (0:0) gegen die Squadra Azzurra zweimal den Ball im eigenen Tor (57./67.). Italien bleibt mit 17 Punkten aus sieben Spielen Tabellenführer der Europa-Gruppe 8. Bulgarien (11) wahrte in dieser Gruppe seine WM-Chance mit einem 4:1 (1:1) gegen Montenegro. Neben Dimitar Berbatow von Manchester United traf auch Waleri Domowtschiski von Hertha BSC Berlin für die Gastgeber in Sofia.

Dänemark - Portugal 1:1 (1:0)
Weltfußballer Cristiano Ronaldo droht mit der portugiesischen Nationalmannschaft die Zuschauerrolle bei der WM 2010 in Südafrika. Das Team um den teuersten Spieler der Welt kam am Samstag in Kopenhagen gegen Dänemark nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und liegt in der Gruppe 1 drei Spiele vor Schluss sieben Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück. Von Platz zwei trennen Ronaldo und Co. drei Zähler. Die Ungarn, die bislang als Tabellenzweite auf Play-off-Kurs steuern, verloren durch ein Last-Minute-Tor von Zlatan Ibrahimovic (90.+4) gegen Schweden 1:2 (0:1). Portugal ist mit 10 Punkten jetzt nur noch Vierter hinter Dänemark (17), Ungarn (13) und Schweden (12). Nicklas Bendtner vom englischen Premier-League-Klub FC Liverpool erzielte in der 42. Minute das Tor für die Dänen. Liedson (86.) rettete die Portugiesen, die bei einer Niederlage bereits das direkte WM-Ticket verspielt hätten. In Budapest hatte der ehemalige Bundesliga-Profi Szabolcs Huszti mit einem verwandelten Elfmeter in der 79. Minute die frühe Führung der Schweden durch Olof Mellberg (8.) ausgeglichen.

Schweiz - Griechenland 2:0 (0:0)
Ottmar Hitzfeld hat im deutschen Trainerduell mit Otto Rehhagel um das Direktticket zur Fußball-WM 2010 die Nase vorn. Die Schweizer Nationalmannschaft des ehemaligen Münchner und Dortmunder Meistermachers besiegte am Samstag im Spitzenspiel der Europa-Gruppe 2 Rehhagels Griechen 2:0 (0:0). Die Eidgenossen übernahmen mit 16 Punkten die Tabellenführung und liegen drei Spiele vor Schluss drei Zähler vor Ex-Europameister Griechenland, der nach der Gelb-Roten Karte gegen Loukas Vyntra (42) in Unterzahl spielte. Stephane Grichting (84.) und Marco Padalino (88.) sicherten der Schweiz den späten Sieg. Mit den Griechen zog Außenseiter Lettland gleich. Die Balten setzten sich mit 1:0 (0:0) in Israel durch. Kaspars Gorkss erzielte in der 59. Minute das entscheidende Tor. Lettland empfängt am kommenden Mittwoch die Schweiz, Griechenland tritt in Moldawien an.

Autor: sid

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