Die Gäste befreiten sich aus der Krise und den Hausherren droht der Rückfall in alte Zeiten: Nach dem 0:1 gegen Mannheim muss Schalkes Reserve aufpassen.

S04: 0:1 gegen Waldhof

Keine Angst vor dem erneuten Absturz

05. September 2009, 18:29 Uhr

Die Gäste befreiten sich aus der Krise und den Hausherren droht der Rückfall in alte Zeiten: Nach dem 0:1 gegen Mannheim muss Schalkes Reserve aufpassen.

„Das Ergebnis und das Spiel waren eine große Enttäuschung“, konnte S04-II-Trainer Oliver Ruhnert den Leistungseinbruch seiner Mannschaft nicht verstehen und sprach von der „schlechtesten Saisonleistung“.
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Seit dem euphorisch gefeierten 1:0-Erfolg im Revierderby in der Arena gegen Rot-Weiss Essen tritt der königsblaue Unterbau auf der Stelle. Drei Remis und nun die Pleite gegen keineswegs starke Mannheimer haben das hoffnungsvoll gestartete Team auf den Boden der Realität zurückgeholt. „Wir haben eine große Chance verpasst, uns mit einem Dreier in Richtung oberes Mittelfeld zu verabschieden“, stöhnte auch Uwe Scherr, der Sportliche Leiter der Schalker Nachwuchsabteilung. „Man kann ein Spiel verlieren, aber nicht so. Dennoch glaube ich nicht, dass der Kampf gegen den Abstieg neu beginnt, denn die Jungs haben schon gezeigt, dass sie mehr drauf haben“, ist der Ex-Profi „optimistisch, was die Zukunft angeht“.

Mit dem bei den Profis aussortierten Albert Streit agierten die Schalker in Wanne zwar spielbestimmend, aber größtenteils ohne Zug zum gegnerischen Tor. So war es kein Wunder, dass es plötzlich auf der anderen Seite klingelte. Philipp Kraska hatte Waldhofs Michael Reith in der 35. Minute knapp 30 Meter vor dem eigenen Kasten von den Beinen geholt. Niklas Ginter nahm das Geschenk gerne an, der Freistoß des SVW-Linskfußes wurde immer länger und senkte sich am langen Pfosten ins Eck. S04-Keeper Mohamed Amsif sah bei der Aktion nicht gut aus, dem Jungprofi wurde aber von der vor ihm lauernden Spielertraube die Sicht verstellt.

Wie unbeholfen sich die Gelsenkirchener anstellten, das Resultat noch zu drehen, zeigte der wuselige, aber völlig uneffektive Milko Trisic 200 Sekunden später. Der Ex-Bielefelder nahm eine schöne Rechtsflanke Streits am 16er volley, doch die Kugel flog weit neben das Tor. „Wenn man sofort nach dem Rückstand eine Tausendprozentige so kläglich vergibt, dann hat man auch keinen Punktgewinn verdient“, fasste sich Ruhnert an den Kopf.

Waldhof verteidigte den Vorsprung in der zweiten Halbzeit recht geschickt und hätte in der Schlussphase per Konter durch die eingewechselten Patrick Bauder und Mario Benincasa durchaus erhöhen können. „Nach den für den Verein und die Mannschaft unruhigen letzten Tagen war es sehr wichtig, ein Zeichen zu setzen. Das ist uns gelungen“, freute sich SVW-Coach Walter Pradt, dass die Negativserie von drei Partien in Folge ohne Sieg gestoppt werden konnte.

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