Manchmal ist es besser, wenn man einen Regenschirm zur Hand hat. Zum Beispiel, wenn man beim Spiel der zweiten Elf Fotos von Albert Streit schießen will.

S04 II: Streit bespuckt

"Nimm den raus, sonst gibt es Streit"

05. September 2009, 17:54 Uhr

Manchmal ist es besser, wenn man einen Regenschirm zur Hand hat. Zum Beispiel, wenn man beim Spiel der zweiten Elf Fotos von Albert Streit schießen will.

Denn es könnte ein heftiger Schauer einsetzen.Oder wenn man Streit heißt und durch den Spielertunnel in der Mondpalast-Arena in die Kabine oder von dort zurück aufs Spielfeld muss. Denn der 29-Jährige ist spätestens seit seiner Suspendierung von S04-Chefcoach Felix Magath aus dem Profikader aufgrund mangelnder Trainingsleistungen bei den Schalker Fans richtig unten durch. „Verp... Dich, Du Wi..er! Deine Mutter ist ’ne Schlampe!“, gifteten die Hardcore-Königsblauen den Kicker aus ihrem Block an. Und bespuckten ihn nach der Pause auf dem Weg zurück aufs Feld, wo er in den nächsten Monaten sein sportliches Dasein fristen muss.
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In den 90 Minuten beim 0:1 gegen Waldhof Mannheim hatte Streit ein paar gute Ansätze zu bieten, in denen er zeigte, warum er auch in der Bundesliga mal ein begehrter Mann war. Ob er der zweiten Schalker Mannschaft bis zur Winterpause sportlich mehr helfen oder ihr - als von den Anhängern zur unerwünschten Person deklariert - eher schaden wird, werden die nächsten Wochen zeigen.

Oliver Ruhnert mochte den Auftritt des streitbaren Profis jedenfalls nicht bewerten. „Ich beurteile nur die Leistung der gesamten Mannschaft, und die war schlecht“, winkte der Schalker Trainer ab. Die Zuschauer zeigten sich gnadenloser. „Zwei Millionen, keiner weiß warum“, waren die Kommentare aus dem Block, die nicht unter die Gürtellinie gingen. Und an Ruhnert gerichtet: „Wir können das Elend nicht mehr sehen. Nimm den Streit raus, sonst gibt es Streit!“
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Der A-Lizenzinhaber tat ihnen den Gefallen nicht. Streit spielte 90 Minuten durch - und zog nach dem Abpfiff nach einem kurzen Smalltalk mit den Mannheimern Patrick Haag und Michael Reith wortlos von dannen.

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