Kribbeln! Drei Jahre spielte er bei Bayer 04 Leverkusen in der Jugend, eine Saison absolvierte er in der Regionalliga, eine Spielzeit trainierte er bei den Leverkusener Profis, kam aber zu keinem einzigen Bundesliga-Einsatz:

MSV- Meyer freut sich auf das Highlight gegen Leverkusen

16. September 2005, 10:29 Uhr

Kribbeln! Drei Jahre spielte er bei Bayer 04 Leverkusen in der Jugend, eine Saison absolvierte er in der Regionalliga, eine Spielzeit trainierte er bei den Leverkusener Profis, kam aber zu keinem einzigen Bundesliga-Einsatz:

Kribbeln! Drei Jahre spielte er bei Bayer 04 Leverkusen in der Jugend, eine Saison absolvierte er in der Regionalliga, eine Spielzeit trainierte er bei den Leverkusener Profis, kam aber zu keinem einzigen Bundesliga-Einsatz: Alexander Meyer zog die Konsequenzen, wechselte nach Duisburg und trifft am Sonntag mit den Zebras auf die Rheinländer.
"Natürlich freut man sich auf dieses Duell", sagt der 22-Jährige, "das ist schon ein Highlight gegen die alten Jungs, aber es wäre noch etwas anderes, wenn ich bei Bayer 04 fünf Jahre Profi gewesen wäre. Ich kenne zwar alle, die in Leverkusen spielen, aber so krass sehe ich das Aufeinandertreffen nicht."

Für den MSV steht auch ohne persönliche Verbindungen zum Sonntags-Gegner, die es auch bei Markus Kurth, Mike Rietpietsch, Dirk Lottner, Georg Koch, Andy Voss, Nasir El Kasmi sowie beim Trainer-Duo Norbert Meier/Heiko Scholz gibt, genug auf dem Spiel. Alex Meyer: "Wir hoffen auf die ersten drei Punkte. Das wäre ein optimaler Start in unsere englische Woche. Nach Leverkusen müssen wir Mittwochs bei Hertha BSC Berlin antreten, wenn Du fünf Zähler auf dem Konto hast, fährst Du natürlich ganz anders dahin, als wenn man zwei Punkte aufweist. Nach dem Hertha-Match kommt der 1. FC Nürnberg zu uns, es wäre optimal, mit dem nötigen Schwung in diese Begegnungen zu gehen."
Fast hätten die Zebras ihr Segel schon am Niederrhein mit Wind gefüllt, doch am Ende musste auch das zweite Auswärtsspiel mit leeren Händen abgegeben werden. "Mönchengladbach ist jetzt Elfter in der Tabelle, hat fünf Punkte. Bei denen herrscht Friede, Freude, Eierkuchen. Das Ganze hätte auch anders ausgehen können, dann hätten wir mit der gleichen Ausbeute im Mittelfeld gestanden."

So müssen die Meidericher nach vier sieglosen Spielen schon strampeln, um den Anschluss zu halten. Und dazu vehement daran arbeiten, Defizite abzustellen. Alex Meyer: "Es wäre schon schön, ein Mal nicht in Rückstand zu geraten. Bisher sind wir in sämtlichen Partien hinterhergelaufen, aber immer wieder herangekommen. Das spricht für unsere Moral. Wir müssen aber die Gegentreffer zu Beginn abstellen, auch Mal die Null halten, dazu das Überzahl-Spiel bei Kontern besser ausnutzen."

Obwohl das Match bei den "Mönchen" verloren wurde, sieht man im Zebra-Lager nicht alles tiefschwarz. "Es war bei uns nicht alles schlecht. In der Besprechung hat unser Trainer Norbert Meier gesagt, dass es Niederlagen gibt, nach denen er richtig sauer ist. Das war diesmal nicht der Fall, wir sollen das Positive mitnehmen", betont Alex Meyer und resümiert: "Gladbach ist verunsichert gewesen, das konnte man deutlich spüren. Bei einem 1:2-Rückstand wären sie nicht mehr ins Spiel zurückgekommen. Nach der Pause konnten wir nicht mehr den Druck entwickeln, vielleicht haben wir uns von den zwei Borussia-Chancen gleich nach Wiederanpfiff zu sehr beeindrucken lassen. Bitter, dass wir so ein Drecks-Tor kassiert haben. Durch so eine Gurke wirst Du am Ende noch bestraft."

So nahm der Abwehrspieler, der sowohl gegen Dortmund als auch in Mönchengladbach jeweils zu den besten MSV-Kräften zählte, das eine oder andere Lob nüchtern zur Kenntnis. "Es gab einige, die mir zum guten Spiel gratuliert haben, es hat wirklich Spaß gemacht, im Borussia-Park aufzulaufen. Nur wäre es mir weitaus lieber gewesen, wenn wir gepunktet hätten."

Was der Außenstehende nicht wusste: Meyer lief im Nachbarschafts-Duell trotz großer Zahnschmerzen auf, ein Nerv bereitete ihm Probleme. "Im Spiel", zwinkert er, "habe ich davon nichts gemerkt, ich hatte ein Schmerzmittel genommen." In dieser Woche ließ der Ex-Leverkusener die Dienstags-Einheit sausen, suchte erneut den Zahnarzt auf: "Der Nerv klopft richtig. Das nervt mich langsam." Der Doc zeigte sich mit Meyers Vorhaben, den "Unruheherd" ganz zu entfernen, allerdings nicht einverstanden. Eine Blut-Untersuchung soll jetzt neue Aufschlüsse bringen - aber möglichst keine Pause. Der Defensiv-Mann ist heiß: "Ich will mich nicht ausruhen, sondern weiter meine Leistung bringen. Wir befinden uns in der gleichen Situation, in der sich auch Mönchengladbach vor dem Spiel gegen uns befunden hat. Mit einem Sieg über Leverkusen würden wir positive Energie freisetzen."

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