Roman Weidenfeller und Florian Kringe haben sich schon frühzeitig für den BVB entscheiden und ihre 2006 auslaufenden Verträge verlängert. Jan Koller dagegen sucht sich ein neues Betätigungsfeld, hat den Verantwortlichen allerdings auch sehr schnell seine sportliche Zukunftsplanungen mitgeteilt.

BVB: Pokerpartien werden eröffnet

10. September 2005, 12:05 Uhr

Roman Weidenfeller und Florian Kringe haben sich schon frühzeitig für den BVB entscheiden und ihre 2006 auslaufenden Verträge verlängert. Jan Koller dagegen sucht sich ein neues Betätigungsfeld, hat den Verantwortlichen allerdings auch sehr schnell seine sportliche Zukunftsplanungen mitgeteilt.

Roman Weidenfeller und Florian Kringe haben sich schon frühzeitig für den BVB entscheiden und ihre 2006 auslaufenden Verträge verlängert. Jan Koller dagegen sucht sich ein neues Betätigungsfeld, hat den Verantwortlichen allerdings auch sehr schnell seine sportliche Zukunftsplanungen mitgeteilt. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren. Momentaner Favorit ist Halil Altintop vom 1.FC Kaiserslautern.

Nun geht es darum Klarheit bei Christian Wörns, Lars Ricken sowie Sebastian Kehl zu schaffen, deren Kontrakte im nächsten Sommer ebenfalls enden. "Ich möchte mich erst in der Winterpause über einen möglichen neuen Vertrag unterhalten, denn in der Saison will ich mich rein auf die sportlichen Dinge konzentrieren", hat "Wörnser" keine Eile, die dafür der Verein an den Tag legt. "Wir wollen in allen Fällen, die wir in Ruhe abarbeiten werden, frühzeitig wissen, wie es weitergeht", kontert Michael Zorc, der ergänzt: "Wir werden sicherlich nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten." Zumal es um eine Menge Geld geht, schließlich ist der zur Zeit einzige deutsche A-Nationalspieler in den BVB-Reihen der uneingeschränkte Großverdiener bei den Borussen. Sein Jahressalär beträgt rund 3,5 Millionen Euro und stammt aus einer Zeit, als die Schwarz-Gelben richtig in die Tasche gegriffen haben, um Stars zu halten oder holen, doch diese sind nun vorbei.

Abstriche sind vorprogrammiert, denn die Dortmunder werden wahrscheinlich weniger als die Hälfte, ca. 1,5 Millionen Euro, anbieten, schließlich müssen die Personalkosten von zur Zeit 26,5 Millionen auf 24 Millionen Euro gesenkt werden. Eine Einigung erscheint mehr als schwierig, ist aber nicht unwahrscheinlich, denn grundsätzlich sind die Gehälter in der deutschen Eliteklasse gesunken und für Wörns stellt sich auch die Frage nach Alternativ-Angeboten in diesen Größenordnungen, die für einen dann 34-Jährigen durchaus möglich aber nicht unbedingt die Regel sind. RS-Tendenz: Trennung.

Nicht mit Gehaltseinbußen rechnen muss dagegen mit großer Wahrscheinlichkeit Sebastian Kehl. Das Einkommen des Mittelfeldspielers wird auf zwei Millionen Euro taxiert. Da "Kelly" eine zentrale Rolle in den Planungen von Bert van Marwijk spielt, der frühere Freiburger gleichzeitig in der letzten Saison mächtig aufgeblüht ist, wollen die Borussen ihn halten. Der Spieler selbst will aber wissen, "welche sportlichen Perspektiven" in Dortmund zu erwarten sind. RS-Tendenz: Verlängerung.

Zu einer davon gehört Lars Ricken, der zwar von seinen über zwei Millionen Euro die Hälfte streichen muss, wenn er weiterhin in Schwarz und Gelb auflaufen will, doch jeder geht davon aus, dass die Einigung zustande kommt. Darin liegt auch eine Gefahr, denn so glatt verlaufen Vertragsverhandlungen selten, zumal van Marwijk und er nicht unbedingt die dicksten Freunde sind. RS-Tendenz: Offen.

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