Der spielfreie Bundesliga-Samstag hatte für den FC Schalke einen positiven Nebeneffekt. Neuzugang Márcio Rafael de Souza, kurz Rafinha, konnte sich eine weitere Woche lang in seiner neuen Umgebung eingewöhnen.

SCHALKE - Rafinha weiter auf Haussuche“

hb
06. September 2005, 09:39 Uhr

Der spielfreie Bundesliga-Samstag hatte für den FC Schalke einen positiven Nebeneffekt. Neuzugang Márcio Rafael de Souza, kurz Rafinha, konnte sich eine weitere Woche lang in seiner neuen Umgebung eingewöhnen.

Der spielfreie Bundesliga-Samstag hatte für den FC Schalke einen positiven Nebeneffekt. Neuzugang Márcio Rafael de Souza, kurz Rafinha, konnte sich eine weitere Woche lang in seiner neuen Umgebung eingewöhnen. „Die Heimat vermisse ich noch nicht, ich bin schließlich erst zwei Wochen weg von zu Hause“, erklärt der 19-Jährige mit Hilfe seines Landsmanns Lincoln, der bisweilen noch die Funktion eines Dolmetschers für Rafinha übernimmt.

Die intensive Trainingsarbeit in den letzten Tagen hat dem brasilianischen „U20“- Nationalspieler offenbar nichts ausgemacht. „Ich fühle mich gut, körperlich und auch innerhalb der Mannschaft“, scheint Rafinha trotz der sprachlichen Hürden kaum Probleme mit seiner Integration zu haben.

Um allerdings richtig in Gelsenkirchen heimisch zu werden, fehlt dem extrem jugendlich wirkenden Blondschopf noch die feste Bleibe. Das Angebot des Ex-Schalkers Ailton, sein Haus in Buer zu übernehmen, schlug Rafinha nach einer Besichtigung unter der Woche aus. „Das war nicht das Richtige für mich“, erklärt der Verteidiger, der darauf wartet, dass seine Mutter und ein Bruder in den nächsten Tagen aus Südamerika nach Deutschland übersiedeln.

Am kommenden Samstag ist Rafinha möglicherweise bereits so weit, von Ralf Rangnick von Anfang an eingesetzt zu werden. Die von der Schalker Führung in das Super-Talent investierten fünf Millionen Euro sollen schließlich nicht auf der Bank verkümmern.

Rafinha ist aber trotz seiner jungen Jahre clever genug, nicht über die Medien schon irgendwelche Ansprüche zu stellen. „Das entscheidet allein der Trainer“, winkt der Offensiv-Verteidiger bescheiden ab.

Dennoch: Zur Partie in Leverkusen beginnt der Kampf um die Position, die in den ersten drei Saisonspielen Hamit Altintop zur Zufriedenheit aller Beteiligten besetzt hat. „Hamit hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich sehe im Moment keinen Grund, warum ich ihn aus der Mannschaft nehmen sollte“, macht Rangnick klar. „Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass er und Rafinha in einer Elf auflaufen“, hat der 47-jährige Fußball-Lehrer mehrere Möglichkeiten, die beiden derzeitigen Konkurrenten um eine Planstelle im Kader aufzubieten, im Kopf.

Sollte Rafinha nächsten Samstag auf rechts beginnen, könnte Altintop womöglich auf seine Lieblings-Position im Mittelfeld rücken. Nach den bisherigen Leistungen wäre dort Zlatan Bajramovic der erste und wohl auch einzige Kandidat, den man ersetzen könnte.

Autor: hb

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