MSV: Lavric nicht happy, aber geduldig

24. August 2005, 13:26 Uhr

Der einzige ablösepflichtige Duisburger Neuzugang Klemen Lavric hat in seiner Bundesliga-Spiel-Statistik die Zahl „2“ vermerkt. Zwei Einwechselungen gegen Stuttgart (1:1) und eine Joker-Rolle in Kaiserslautern (3:5), wo ihm sogar ein Assist-Punkt gutgeschrieben wurde.

Der einzige ablösepflichtige Duisburger Neuzugang Klemen Lavric hat in seiner Bundesliga-Spiel-Statistik die Zahl „2“ vermerkt. Zwei Einwechselungen gegen Stuttgart (1:1) und eine Joker-Rolle in Kaiserslautern (3:5), wo ihm sogar ein Assist-Punkt gutgeschrieben wurde. Aber noch keine Nominierung von Beginn an.
„Natürlich würde ich gerne in der Start-Formation stehen“, sagt der 24-Jährige, „dass es bisher noch nicht der Fall war, darüber bin ich nicht so happy, aber mir ist klar: Ich muss Geduld haben. Letztlich entscheidet ohnehin der Trainer.“ Norbert Meier hält viel vom ehemaligen Dresdener, will aber nichts über’s Knie brechen: „Klemen wird perspektivisch noch sehr viel für den MSV leisten. Er war in den ersten beiden Spielen nicht von Anfang an dabei, man darf aber nicht nur nach der gezahlten Ablösesumme gehen. Markus Kurth und Abdelaziz Ahanfouf haben ihre Sache im Angriff gut gemacht.“

Dass es auch zu dritt geht, zeigte die Power-Variante am Betze. Meier: „Wir sind mit Ahanfouf, Kurth und Lavric auf dem Platz herangekommen, haben zwei Tore zum 3:3 erzielt. Das ist aber sicherlich keine pausenlose Lösung für den Liga-Alltag.“ Trotzdem erörterte der Fußball-Lehrer seinen „Offensiv-Strategen“ kürzlich die Situation und benutzte sogar das Wort „komfortabel“. Meier: „Vorne haben wir drei Leute, die sich um zwei Plätze streiten. Im Mittelfeld sieht die Sache anders aus.“ Lavric muss mit seiner langsamen Heranführung an das Bundesliga-Niveau klarkommen, auch wenn er sagt: „Als Einwechsel-Spieler hast Du 20, 25 Minuten, in denen Du etwas zeigen kannst. Das ist nicht gerade ein Vorteil.“

In der slowenischen National-Mannschaft durfte „KL“ länger ran, stürmte beim 0:0 im Test gegen Wales 45 Minuten. „Danach“, sagt er, „wurden neun Spieler herausgenommen, bei uns sollte der ganze Kader Spiel-Praxis bekommen. Ich hatte zwei große Chancen, leider hat es nicht zum Tor gereicht.“ Vielleicht hat er sich das für die wichtigen Begegnungen aufgehoben. Am 3. September steigt das WM-Quali-Spiel gegen Norwegen, am 7. September geht es nach Moldawien. Lavric: „“Wenn wir Norwegen schlagen, haben wir eine große Chance auf den Gruppen-Sieg. Wir haben beide neun Punkte.“

Ebenfalls torlos blieb Abdelaziz Ahanfouf beim 0:1 gegen Togo in Paris. „Wir hätten 5:1 gewinnen müssen, hatten Riesen-Chancen. Ich war 70 Minuten dabei. Es hat unheimlich Spaß gemacht, Mal wieder mit den Jungs zu spielen“, blitzen Ahanfoufs Augen. Der nächste Einsatz steigt am 3. September, wenn er mit Marokko auf Botswana trifft. Doch vor der Länderspiel-Kür wartet die Pokal-Pflicht. „Am Sonntag erwartet uns in Wolfsburg ein anderer Gegner. Sicherlich dürfen wir sie nicht unterschätzen, gerade auch weil die junge und ambitionierte Spieler in ihren Reihen haben. Die werden richtig Gas geben. Wir dürfen uns nur nicht ihr Spiel aufzwingen lassen. Im Endeffekt ist es nur ein Pokalspiel, das wir gewinnen müssen. Also, hinfahren, Mund abputzen und weg“, stellt der Trickser klar. Klemen Lavric ergänzt: „Gegen Oberligisten muss man aufpassen und immer 100 Prozent geben, damit man nicht überrascht wird.“

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