Schalke zieht in das Ligapokal-Finale ein

27. Juli 2005, 22:31 Uhr

Durch einen 2:1 (1:0)-Erfolg über Werder Bremen hat Vizemeister Schalke 04 das Finale des Ligapokals erreicht. Für die "Knappen" trafen Zlatan Bajramoviv und Ebbe Sand, während Nelson Valdez für Werder erfolgreich war.

"Bayern-Jäger" Schalke 04 ist mit seinen prominenten Neuzugängen vielversprechend in die Saison gestartet und hat bereits den ersten Titel vor Augen. Der Vizemeister zog durch ein 2:1 (1:0) gegen Werder Bremen ins Finale um den Ligapokal ein, in dem er am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) in Leipzig auf den VfB Stuttgart trifft. Dort geht es nicht nur um die erste Trophäe der neuen Spielzeit, sondern auch um die Rekordprämie von 1,85 Millionen Euro.

Bajramovic trifft beim Debüt

Im ersten Pflichtspiel der Königsblauen in der Saison stahl Zlatan Bajramovic den Star-Einkäufen Kevin Kuranyi und Fabian Ernst die Show. Der Ex-Freiburger erzielte mit einem sehenswerten Volleyschuss in der 34. Minute den Führungstreffer der Gelsenkirchner. Stürmer Ebbe Sand (71.) erzielte das hochverdiente 2:0 für die Königsblauen, die vor 56.781 Zuschauern in der Veltins-Arena mit einer über weite Strecken starke Leistung Appetit auf die erneute Jagd auf Rekordmeister Bayern München machten. Nelson Valdez (90.) konnte für Werder nur noch verkürzen.

Routinier Sand profitierte beim 2:0 von einem krassen Fehler von Werder-Keeper Tim Wiese. Der Ex-Lauterer brachte den Ball im Fünf-Meter-Raum nicht unter Kontrolle. Der Däne konnte ungehindert einköpfen.

Im Blickpunkt standen bei ihrem Debüt im "königsblauen" Trikot vor allem der Ex-Bremer Ernst und Kuranyi, der für knapp sieben Millionen Euro aus Stuttgart zu den Schalkern gewechselt war. Beide fügten sich gut in das flüssige Kombinationsspiel der Gastgeber ein. Mit schnellen Pässen hebelte die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick die Bremer Viererkette ein ums andere Mal aus und erspielte sich zahlreiche gute Torchancen. Das einzige Manko: Aus den vielen Möglichkeiten machten die Gastgeber zu wenig.

Lincoln überzeugt

Die erste Großchance hatte Kuranyi, der in der zehnten Minute aus kurzer Entfernung an Wiese scheiterte. Sein Sturmkollege Sand verfehlte zweimal mit Kopfbällen nur knapp das Bremer Tor (23. und 51.). Auch ein Schuss von Ernst strich am Pfosten vorbei (30.). Bei fast allen Schalker Offensivaktionen war Spielmacher Lincoln beteiligt, der nahtlos an die starken Leistungen der vergangenen Saison anknüpfte. Auch dem Führungstor ging eine Flanke des Brasilianers voraus, Bajramovic traf den Ball volley, der unglückliche Wiese konnte ihn nicht mehr um den Pfosten lenken.

Der Ex-Lauterer, der mit Stammplatzansprüchen nach Bremen gekommen war, dürfte im Kampf um die Nummer eins gut eine Woche vor dem Bundesliga-Start die schlechteren Karten haben. Denn beim 2:0 machte er eine denkbar schlechte Figur, als er unter dem Ball durchsprang und Sand den Treffer quasi schenkte.

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