Die Kreisliga C2 des Kreises Hagen startet am Wochenende in die neue Saison. Mit dabei ist auch erstmals der FC Kurdistan, der im Juli 2008 gegründet wurde.

Hagen: Frischer Wind

Zukunft vom Erfolg abhängig

Steffie Zwaagstra
14. August 2009, 15:47 Uhr

Die Kreisliga C2 des Kreises Hagen startet am Wochenende in die neue Saison. Mit dabei ist auch erstmals der FC Kurdistan, der im Juli 2008 gegründet wurde.

Der 28-jährige Vereinsvorsitzende Abdullah Aydemir erzählt von der Idee, die sich hinter dem Klub verbirgt: „Wir wollten unseren kurdischen Mitbürgern hier in der Stadt ein Freizeitangebot bieten. Viele sind begeisterte Fußballspieler und denen wollten wir eine Perspektive schaffen.“

Und auch wenn der Verein, der derzeit rund 50 Mitglieder verzeichnet, in dieser Saison erstmals am Spielbetrieb teilnimmt und damit in der untersten Liga starten muss, sind die Ziele klar. „Immer weiter nach oben – wie das im Fußball eben ist“, erzählt Aydemir, der hauptberuflich Kurierfahrer ist.

Drei Mal die Woche trainiert die Mannschaft "Am Sportpark" in Hagen und bereitet sich auf die Sonntagspartien vor. Bisher sind die Kreisliga-Kicker noch das einzige Team des Vereins, doch dabei soll es aller Voraussicht nach nicht bleiben. „Wenn wir die Saison gut abschließen, vielleicht sogar aufsteigen, dann ist hier vieles möglich“, blickt der Vorsitzende in die Zukunft.

Eine Jugendmannschaft soll auf jeden Fall dazu kommen. Genug Fußballer für ein zweites Senioren-Team wären ebenfalls da, denn alle Mitglieder sind begeisterte Fußballer. Auch deshalb gibt es innerhalb der Truppe keine Probleme, denn sie alle verbindet die Herkunft und der Spaß am Spiel.

„Vieles hängt bei uns vom Erfolg ab“, erklärt Aydemir und denkt dabei auch an den wirtschaftlichen Aspekt. Bisher finanziert sich der FC einzig durch die Mitgliedsbeiträge, Sponsoren bleiben noch aus. Der Verein hofft durch gute Leistungen für Furore zu sorgen und so Geldgeber für sich zu gewinnen.

„Es ist schwierig, jetzt schon etwas über die Zukunft des Vereins zu sagen“, sagt Aydemir. Denn wenn der FC Kurdistan es nicht schaffen sollte, sich in der Liga durchzusetzen und nicht auf sich aufmerksam machen kann, dann würde der Vereinsvorsitzende auch nicht ausschließen, dass sie ihre Bemühungen wieder aufgeben.

„Wir werden sehen, wie sich der Verein im Laufe der Saison entwickelt, aber ich bin zuversichtlich“, bemerkt der Vorsitzende. Es wird sich also zeigen, wie stark der FC Kurdistan ist und ob sie schon beim ersten Heimspiel am Sonntag gegen die SG Boelerheide III auf dem Sportplatz in Helfe ihre Vorstellungen umsetzen können.

Autor: Steffie Zwaagstra

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