Mit seinen zwei Treffern schoss Kevin Kuranyi die Schalker Knappen zum Sieg beim 1.FC Nürnberg. Der Stürmer ist derzeit gut in Form und hofft auf einen Lauf.

Kuranyi: Wolke sieben

"Kann es Schöneres geben?"

10. August 2009, 15:14 Uhr

Mit seinen zwei Treffern schoss Kevin Kuranyi die Schalker Knappen zum Sieg beim 1.FC Nürnberg. Der Stürmer ist derzeit gut in Form und hofft auf einen Lauf.

Zwei Treffer in den ersten 90 Minuten, für Kevin Kuranyi hätte
die neue Saison nicht besser beginnen können. Keine Frage, dass der Schalker Sturmführer seinen Auftritt auf dem Platz des Frankenstadions und hinterher in der Mixed Zone genoss. „Ich bin sehr zufrieden. Es hat für uns und für mich persönlich gut angefangen“, lachte Kuranyi. „Im ersten Spiel gleich drei Punkte mitzunehmen, ist immer sehr wichtig. Wenn du als Stürmer dann auch noch deine ersten Chance nutzen kannst, was
kann es Schöneres geben?“

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/013/026-13477_preview.jpeg Felix Magath (Foto: firo).[/imgbox]
Nachdem Felix Magath den 27-Jährigen in der Vorbereitung
wohl ein wenig kitzeln wollte, indem er vor allem den Konkurrenten Halil Altintop für dessen gute Arbeit lobte, scheint Kuranyi nun stärker denn je. „Ich bin mit Kevins Vorstellung sehr zufrieden“, lobte der gestrenge Fußballlehrer den Doppeltorschützen. „Aber auch Jefferson hat gezeigt, was er
kann. Beide haben einen Formanstieg und sich beim ersten Spiel
gut in Szene gesetzt. Diese Partie sollte nicht nur ihnen Sicherheit geben“, meinte Magath und beendete so auch die Rätsel um den Peruaner und dessen Grippe vor einer Woche.

Kuranyi, seit je her ein äußerst sensibler Kicker, dürfte nun mit
breiter Brust in die kommenden Partien gehen. Der Ex-Nationalspieler kommt schnell schon mal in einen Lauf, wenn er gut drauf ist und trifft. Auf der anderen Seite sackt er genau so unvermittelt in die Krise, wenn der Kasten wie vernagelt scheint. Kuranyi ist zu lange im Geschäft, um dem optimalen
Auftakt in die Serie nun übereilt schon eine große Bedeutung
beizumessen. „Es ist zu früh, um schon in Euphorie zu verfallen
oder die Ziele nach oben zu korrigieren. Das war lediglich ein Spiel“, betonte Kuranyi.

„Allerdings war es kein Zufall, dass wir erfolgreich waren und ich selbst getroffen habe, denn ich habe in den letzten Wochen hart dafür gearbeitet.“ Immerhin, Magaths Systemumstellung hat die ersten Früchte getragen. „Der gesamten Mannschaft, aber vor allem Jefferson und mir kommt das System mit zwei Spitzen entgegen. Wir laufen mehr, haben genügend Platz und sind so schwerer auszurechnen“, erklärte Kuranyi und kündigte gelöst an: „Ich will noch viele Partien so bestreiten.“

Den Schnitt wird er kaum halten können, 68 Tore wären ja auch ein wenig zu viel verlangt. Doch wenn er so weiter machen sollte, könnte er einen Welttorjäger abhängen...

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren