Nach dem Sprung in die zweite Runde des DFB-Pokals geht es für die Zebras nach Frankfurt. Trainer Peter Neururer hat keine gute Erinnerungen an den FSV.

MSV: Bodzek ist zurück

Caiuby droht in Frankfurt die Bank

07. August 2009, 09:47 Uhr

Nach dem Sprung in die zweite Runde des DFB-Pokals geht es für die Zebras nach Frankfurt. Trainer Peter Neururer hat keine gute Erinnerungen an den FSV.

Die erste Etappe ist geschafft, der MSV steht nach dem Sieg in Erfurt in der zweiten Runde des DFB-Pokals, die am Samstag ausgelost wird. Einen Tag später wird es dann aber für die „Zebras“ erst richtig ernst. Beim FSV Frankfurt starten die Duisburger in das Unternehmen „Aufstieg 2010“. Denn nichts anderes soll am Ende dieser Spielzeit stehen, als die Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs. Das versprachen Trainer Peter Neururer und Klub-Boss Walter Helmig den Fans kurz vor dem Saisonstart, nun müssen sie sich daran auch messen lassen.
Vor allem auf Coach Neururer dürfte in der kommenden Spielzeit deutlich mehr Druck lasten als im vergangenen Jahr, als er die Mannschaft nach dem Abschied Rudi Bommers relativ unbelastet übernehmen konnte und tatsächlich noch einmal in die Ligaspitze zurückführte. Nun, nach seiner ersten richtigen Sommervorbereitung mit dem MSV, muss er die guten Eindrücke aus dem Vorjahr bestätigen. Bange vor dieser Aufgabe ist dem 54-Jährigen aber nicht. „Unsere Mannschaft ist stark genug, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte der Übungsleiter unlängst.

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Allerdings weiß auch der erfahrene Coach, dass sich der MSV in dieser Saison - notgedrungen - auf ein Vabanque-Spiel einlässt. Denn so gut die erste Reihe besetzt ist, so eng sieht es dahinter aus. Über wirklich gleichwertige Alternativen verfügen die „Zebras“ nur auf den wenigsten Positionen und so muss auch Neururer eingestehen: „Mehr als zwei, drei Spieler dürfen nicht ausfallen. Ansonsten wird es ganz eng für uns.“

Viel hätte nicht gefehlt und ein solcher Härtefall wäre schon in Frankfurt eingetreten. Denn Adam Bodzek verletzte sich kurz vor dem Auftritt in Erfurt am Sprunggelenk, worauf hin ihm eine mehrwöchige Pause prognostiziert wurde. Glücklicherweise bestätigte sich der befürchtete Bänderriss aber nicht und so konnte Bodzek bereits in dieser Woche wieder ins Training einsteigen. Und auch für einen Einsatz am Sonntag sieht er sich gerüstet: „Ich bin absolut fit“, sagt der 23-Jährige und fügt an: „Ich gehe davon aus, dass ich auch in der Startelf stehen werde.“

Freilich musste Bodzek sich dieses Selbstbewusstsein hart erarbeiten. Und das machte er so überzeugend, dass inzwischen kein Weg mehr an dem gebürtigen Polen vorbeiführt. „Wenn Adam fit ist, wird er auf jeden Fall spielen“, stellt Neururer dem „6er“ einen Freifahrtschein für die Duisburger Stammformation aus.

Weil davon auszugehen ist, dass Bodzek es tatsächlich schafft, bis zum Sonntag wieder im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein, bleibt die Frage, wer für ihn weichen muss. In Erfurt bekleidete Christian Tiffert die Position vor der Abwehr, die nun wieder an Bodzek übergehen wird. Auf der Bank wird sich Tiffert aber nicht wiederfinden. „Auch er ist absolut gesetzt“, verrät Neururer, der sich ohnehin die Frage stellt: „Warum sollte ich ein gut funktionierendes Mittelfeld auseinanderreißen?“

Es ist also davon auszugehen, dass Neururer der im Test gegen Brügge erprobten Mittelfeld-Raute mit Bodzek vor der Abwehr und Christian Tiffert an der Spitze sowie den Außen Mihai Tararache und Chavdar Yankov vertrauen wird. Weichen müsste dann ein Teil des Offensiv-Trios, bestehend aus Caiuby, Sandro Wagner und Dorge Kouemaha, wobei es am ehesten den Brasilianer treffen dürfte, auch wenn dieser sein Potenzial gegen Erfurt durchaus schon andeutete.

Gute Erinnerungen an den kommenden Gegner hat Neururer unterdessen kaum. Denn sowohl das Hinspiel, das seine erste Partie als MSV-Trainer war, als auch das Rückspiel, endeten 0:0. „Diese beiden Partien gehören zu den trostlosesten Fußballspielen, die ich je erlebt habe“, erinnert sich Neururer mit Schrecken an die beiden Begegnungen, wobei im Nachhinein vor allem das torlose Remis im Rückspiel für Ärger sorgte.

Schließlich verspielten die „Zebras“ wohl in genau dieser Partie ihre letzte Aufstiegschance. In diesem Jahr nun soll der Auftritt in Frankfurt der erste Schritt in Richtung Aufstieg sein.

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