Wohl bis Ende der Woche wird sich entscheiden, wer beim VfB Stuttgart die Nachfolge von Matthias Sammer antreten wird. Momentan deutet alles auf eine Entscheidung zwischen Giovanni Trapattoni und Trond Sollied hin.

"Trap" oder Sollied: Tage der Wahrheit beim VfB

14. Juni 2005, 16:54 Uhr

Wohl bis Ende der Woche wird sich entscheiden, wer beim VfB Stuttgart die Nachfolge von Matthias Sammer antreten wird. Momentan deutet alles auf eine Entscheidung zwischen Giovanni Trapattoni und Trond Sollied hin.

Die Suche nach einem Nachfolger des entlassenen Matthias Sammer auf der Trainerbank des Bundesligisten VfB Stuttgart geht langsam aber sicher auf die Zielgerade. Voraussichtlich entscheidet sich das Rennen zwischen Wunschkandidat Giovanni Trapattoni und Trond Sollied vom belgischen Meister FC Brügge. Mit einer Einigung mit einem der beiden Kandidaten wird gegen Ende der Woche gerechnet.

"Jetzt geht es ans Eingemachte und damit an Dinge wie das Gehalt oder die Vertragslaufzeit", hatte VfB-Präsident Erwin Staudt erklärt. Das könnte für Sollied sprechen. Denn die Schwaben wollen angeblich maximal 1,5 Millionen Euro Jahresgage für ihren neuen Coach zahlen - für "Maestro" Trapattoni möglicherweise zu wenig.

Fußball-Fachmann oder Titelsammler?

Sollied gilt als ausgewiesener Fußball-Fachmann. In Belgien führte er Brügge zuletzt zur Meisterschaft, verpasste im Pokalfinale aber das "Double". Die Erfolge der Vergangenheit sprechen für Trapattoni. Der 66-Jährige, der zuletzt mit Benfica Lissabon portugiesischer Meister wurde, zählt mit 19 Titeln zu den renommiertesten Trainern der Welt. Mit dem deutschen Rekordchampion Bayern München wurde er 1997 Meister und ein Jahr später Pokalsieger.

Staudt bezeichnete "Trap" als "positiv Fußball-Besessenen". Dass Trapattoni wie Sammer eher als Disziplinfanatiker und Defensivspezialist gilt, stört den Klub-Boss nicht: "Wenn dabei - wie bei Benfica Lissabon - der Titel herausspringt, ist dagegen nichts einzuwenden."

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