Das Schlimmste hat Christoph Caspari nun hinter sich. Dafür waren die ersten anderthalb Wochen nach der Kiefer-OP aber auch hart genug.

Bochum II: Warum Caspari keine Suppe mehr sehen kann

Feinschmecker-Fußball mal anders

23. Juli 2009, 12:17 Uhr

Das Schlimmste hat Christoph Caspari nun hinter sich. Dafür waren die ersten anderthalb Wochen nach der Kiefer-OP aber auch hart genug.

Ausschließlich Flüssignahrung durfte er zu sich nehmen, elf Tage am Stück. Dabei ist Suppe nicht gerade die Leibspeise des Feinschmeckers. „Ich gehe gerne gut essen, daher war die letzte Zeit nicht gerade angenehm“, erklärt Caspari.

Und auch sonst klingt seine Krankengeschichte nicht besonders amüsant. Sein Oberkiefer musste gerichtet werden, nachdem entsprechende Maßnahmen in seiner Kindheit versäumt worden waren. Doch bis zur Operation war es auch danach noch ein weiter Weg, denn sie musste insgesamt gleich drei Mal verlegt werden. Erst kam der Umzug eines Arztes dazwischen, dann Casparis Zivildienst und schließlich die Erkrankung seines Mediziners. So klappte es erst am 1. Juli mit der OP, kurioserweise sein erster Tag als Vertragsspieler in Bochum.

Doch ein böses Omen mag der Ex-Düsseldorfer in diesem Auftakt nicht sehen. „Es ist schon ein Sprung von der NRW- in die Regionalliga. Aber ich denke, dass ich mithalten kann“, bemerkt der Defensivmann.

Die Frage ist nur, ab wann. Am Dienstag startete er mit der Reha, in der kommenden Woche will er zum ersten Mal laufen gehen. „Es ist geplant, dass ich nach dem ersten Meisterschaftsspiel in Lotte ins Mannschaftstraining einsteige. Vielleicht bin ich dann Ende August schon wieder fit für die Startelf“, hofft der 20-Jährige.

Zuvor steht aber ein weiterer Schritt an, der Umzug aus seiner Heimatstadt Düsseldorf nach Bochum. „Es wird meine erste eigene Wohnung“, berichtet der Youngster. Von den Kochkünsten seiner Mutter kann er daher nicht mehr lange profitieren, dafür von den Möglichkeiten seiner neuen Heimat: Mitte August wird Caspari mit dem Stadtfest „Bochum kulinarisch“ empfangen.

Dort wird er sich für eine weitere Herausforderung stärken können. Denn mit dem Wintersemester will Caspari ein Studium der Bauingenieurwissenschaften an der Ruhr-Universität beginnen. „Ich bin nicht der Typ, der den halben Tag im Bett liegt und zwischendurch mal Fußball spielt“, bemerkt der Allrounder. Da trifft es sich gut, dass ihm ereignisreiche Wochen bevorstehen...

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