Das ist bitter für die Fortuna! Der Abwehrchef und der Kapitän werden beim Pokalknaller gegen den Hamburger SV nicht mit an Bord sein.

Düsseldorf: Nach Lambertz fällt auch Langeneke länger aus

Wichtige Achse außer Gefecht

Christian Krumm
24. Juli 2009, 09:37 Uhr

Das ist bitter für die Fortuna! Der Abwehrchef und der Kapitän werden beim Pokalknaller gegen den Hamburger SV nicht mit an Bord sein.

Publikumsliebling und Spielführer Andreas Lambertz hatte sich im Trainingslager in Bitburg eine schwere Bänderdehnung zugezogen. „Lumpi“ wird frühestens erst in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können. Auch Jens Langeneke, der seit Jahren die Fortuna-Abwehr zusammenhält, wird das HSV-Match, das aller Voraussicht nach ausverkauft sein wird, nur von den gefüllten Rängen aus betrachten können.

Immerhin ist Hamza Cakir nach einer langwierigen Zehenentzündung wieder voll dabei. „Natürlich haben wir mit der Verpflichtung von Yuki Kozo auf diese Probleme reagiert“, betont Fortuna-Coach Norbert Meier. „Außerdem besteht ja kein großes Risiko, weil er von Sponsoren finanziert wird.“ Doch auch nach dem Transfer des Japaners ist für Meier nicht ausgeschlossen, dass man einen weiteren Manndecker holt. „Wir gucken uns nach wie vor nach einem linksfüßigen Innenverteidiger mit Erfahrung um.“

Doch nicht nur in der Abwehrreihe plagen die Landeshauptstädter Verletzungssorgen, auch im Angriff hat „Dauer-Patient“ Ranisav Jovanovic wieder kleinere Wehwehchen. „Er hat Bauchmuskelschmerzen und ist momentan nicht voll belastbar“, berichtet Meier. „Er ist am Mittwochabend auch nicht mit zum Testspiel gekommen, sondern hat stattdessen trainiert.“ Schon in der vergangenen Saison ist das Stamm-Sturmduo Jovanovic und Lawarée mehrfach aufgrund von körperlichen Problemen ausgefallen. Vielleicht ist genau das die Chance von Abdelaziz Ahanfouf, der jedoch selbst eine ganze Ecke von 100 Prozent entfernt ist. „Er hat weiter die Zeit, sich bei uns in die richtige Verfassung zu bringen“, berichtet der Coach. „Ob man ihn dann unter Vertrag nimmt, wird man noch sehen. Wir haben keine Eile.“

Mit der bisherigen Vorbereitung kann Meier einverstanden sein. Alle Testspiele wurden gewonnen. „Ich habe schon das Gefühl, dass wir gut präpariert sind“, nickt der ehemalige Duisburger. „Wir haben das Programm absichtlich so gelegt, dass wir am Ende mit Vaslui und am Wochenende Vitesse Arnheim noch zwei starke Gegner haben.“

Gegen die Holländer wird man schon sehen können, welche Gedanken Meier sich mit Blick auf die Startelf gegen Hamburg macht. Gute Chancen haben mit Sicherheit auch die Neuzugänge. Die beiden Außenverteidiger Christian Weber und Johannes van den Bergh werden wohl von Beginn an auflaufen, auch Oliver Fink könnte im Mittelfeld Lambertz ersetzen. „Grundsätzlich dürfen sich alle Hoffnungen machen. Ich bin mir sogar sicher, dass dies auch alle tun“, denkt Meier, der ergänzt. „Aber am Ende muss ich mich wohl für elf Leute entscheiden müssen.“

Autor: Christian Krumm

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