Was benötigt man für einen zünftigen kollektiven Torjubel?

RWO: Embers könnte den neuen Torjubel kreiert haben

„Lasst uns das bitte machen“

Christian Brausch
25. Juli 2009, 10:57 Uhr

Was benötigt man für einen zünftigen kollektiven Torjubel?

Erstens einen Trainer, der die Vorgabe macht, sich rhythmisch aufzuwärmen. Wobei jeder Kicker eine Übung vormachen muss. Zweitens benötigt man einen Daniel Embers, der – nachdem ihm seine Variante „gestohlen“ wurde – an alte Gladbacher Zeiten erinnert wurde.
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Aber der Reihe nach: Im Training in Bitburg gab es die Order von Luginger. Rhythmisches Aufwärmen stand an. Und Daniel Embers berichtet: „Meine Übung hat Markus Kaya einfach geklaut, die Jungs wollten mich etwas ärgern. Da musste ich mir was anderes einfallen lassen.“ Und da kam die Erinnerung an den ehemaligen Trainer Holger Fach. Was bedeutet: Embers simulierte auf den knapp 40 zu bewältigenden Metern Kopfbälle in alle Himmelsrichtungen und die Kollegen machten es ihm nach.

Und jetzt stellen sie sich 20 Profis vor, die wie HB-Männchen ihre eigenen Vorstellungen von kopfballähnlichen Bewegungen auf dem Rasen bringen. Die wenigen Zaungäste lagen vor Lachen zumindest fast auf dem Boden. Auch, weil Benjamin Schüßler mit seiner Interpretation der Hingucker der Gruppe war. Und dem Ex-Paderborner machten die simulierten Kopfbälle so viel Spaß, dass er fast flehend forderte: „Lasst uns das bitte zu unserem neuen Torjubel machen.“
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Darauf angesprochen, lachte sich Embers auch nach dem Testspiel gegen Schonnebeck noch schlapp. Seine Antwort: „Ich versuche den Jungs das nochmal beizubringen. Ich weiß, wie lustig das aussieht. Mal schauen, ob wir das auch durchziehen.“

Mit welchem Personal auch immer. Denn noch sind mehrere Positionen hart umkämpft. Was nicht unbedingt für die Stelle von Embers gilt. Zwar wurde mit Heinrich Schmidtgal ein weiterer Linksfuß verpflichtet. Der scheint aber nun ein heißer Kandidat für eine offensivere Position zu sein. Was bedeutet: Egal ob in der Dreier- oder in der Viererkette, Embers dürfte seinen Platz behaupten. Denn die Verantwortlichen beschlossen nun einen Transferstop, obwohl eigentlich noch ein Kicker für die linke defensive Seite gesucht wurde.

Embers: „Ich habe mir die ganze Zeit keinen Kopf über die Konkurrenz-Situation gemacht. Ich schaue einfach nur nach vorne. Wir sind definitiv sehr variabel besetzt, mit Heinrich habe wir auf meiner Seite einen sehr guten Mann dazubekommen. Und mir wäre es auch egal gewesen, wenn noch jemand verpflichtet worden wäre. Ich komme mit Sicherheit auf meine Anzahl von Spielen.“

Denn der Ex-Gladbacher fühlt sich nach der bisherigen Vorbereitung richtig wohl. Die Einheiten in der Eifel konnte er durchziehen, dabei sorgte er immer wieder für den ein oder anden Lacher. „Wir hatten in Bitburg eine schöne Zeit, auch wenn es sehr anstrengend war. Wenn der Startschuss in die Saison fällt, wissen wir, wofür wir das alles gemacht haben.“
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Und zwar für den erneuten Klassenerhalt in Liga zwei. Dabei wurde die konditionelle Basis mit einem straffen Programm gelegt, die teaminternen Strukturen dagegen kaum angetastet. Embers: „In der Freizeit konnte man sehen, was für eine Mannschaft wir sind. Der eine kann den anderen leiden und es gibt echte Freundschaften. Die Neuen passen zudem auch wieder super hier rein.“

Was andersherum bedeutet, dass die Spielzeit nun endlich beginnen kann. Embers erklärt: „Wir mussten nach dem Trainingslager zwar etwas regenerieren und unsere Familien in die Arme schließen. Aber zum ersten Spieltag im Pokal in Speldorf werden wir absolut fit sein.“

Autor: Christian Brausch

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