Vorbereitungsphase ist Experimentierphase.

RWE: 2:5-Niederlage gegen den MSV

Essen zeigt Mängel und Moral

Aaron Knopp
18. Juli 2009, 19:20 Uhr

Vorbereitungsphase ist Experimentierphase.

Dieser Losung blieb Teamchef Thomas Strunz auch gegen den Zweitligisten MSV Duisburg treu. Bartosz Broniszewski durfte sich rechts defensiv versuchen, die Innenverteidigung bildeten Dirk Caspers und Sebastian Zinke, Dennis Bührer komplettierte die Viererkette auf links. Dass die Kette nicht eingespielt sein konnte, überrascht natürlich nicht. Gleichwohl sagten die ersten 20 Minuten dem Ex-Profi nicht zu: „Zu passiv und zu ängstlich in den Zweikämpfen“ sei seine Elf aufgetreten, resümierte der der Teamchef.

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So kamen die Gäste zu Chancen - und nutzten diese, in Person von Kristofer Andersen (8.), Sandro Wagner (14.) und Maicon (18.). „Da hat man gesehen, warum der MSV ein ambitionierter Zweitligist und wir momentan Regionalligist sind“, räumte Strunz ein. Denn die Essener schienen zwischenzeitlich Gefahr zu laufen, unter die Räder zu kommen.

[infobox-right]RWE: Maczkowiak – Broniszewski, Caspers (46. Holsing), Zinke, Bührer – Neubauer – Neumayr (83. Stiepermann, Wunderlich (57. Herzig), Mainka (71. Lemke) – Stachnik (57. Schnier), Mölders.
MSV: Herzog - Adler, Schlicke, Grlic, Grund - Tararache, Maicon, Andersen, Sahan - Wagner, Özdemir 2. HZ: Starke - Korzynietz, Tiago, Fahrenhorst, Veigneau - Bodzek, Tiffert, Yankov, Ede - Alui, Kouemaha
Tore: 0:1 Andersen (8.), 0:2 Wagner (14.), 0:3 Maicon (18.), 1:3 Mölders (42.), 2:3 Mainka (43.) 2:4 Kouemaha (49.), 2:5 Broniszewski (59., ET).
Zuschauer: 2.000[/infobox]
Doch Rot-Weiss kämpfte sich zurück in die Partie, erarbeitete sich zunehmend mehr Spielanteile und kam immer wieder aussichtsreich vors Tor von MSV-Keeper Marcel Herzog, der in der 42. Minute gegen Sascha Mölders aber auch nichts mehr zu bestellen hatte. Nur eine Minute darauf vollstreckte Robert Mainka den Abpraller nach einem Pfostentreffer von Essens Sturm-Neuerwerbung Sebastian Stachnik sogar zum Anschlusstreffer. Das las sich natürlich schon wesentlich versöhnlicher und stimmte auch die Kulisse gnädig.

Auch Peter Neururer honorierte die Leistung des Außenseiters: „Ich war froh, dass ich in der Pause komplett durchwechseln konnte.“ Von den Neuen überzeugte vor allem Christian Tiffert als doppelter Vorbereiter. Zunächst legte er für Dorge Kouemaha auf (49.), dann fälschte Broniszewksi eine Hereingabe des „Zehners“ ins eigene Netz - der 2:5 Endstand.

Autor: Aaron Knopp

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