Die Verbindlichkeiten von Hertha BSC Berlin sollen laut Geschäftsführer Ingo Schiller nicht so hoch sein, wie Präsident Bernd Schiphorst erklärt hatte. Den 34 Millionen Euro stünden auch noch Forderungen gegenüber.

Schiller relativiert Schiphorsts Aussagen

as
17. Mai 2005, 13:10 Uhr

Die Verbindlichkeiten von Hertha BSC Berlin sollen laut Geschäftsführer Ingo Schiller nicht so hoch sein, wie Präsident Bernd Schiphorst erklärt hatte. Den 34 Millionen Euro stünden auch noch Forderungen gegenüber.

Nachdem zunächst der Präsident von Hertha BSC Berlin, Bernd Schiphorst, für Wirbel um die Verbindlichkeiten des Bundesligisten gesorgt hatte, hat nun Geschäftsführer Ingo Schiller dessen Aussage relativiert. Der von Schiphorst genannten, unerwartet hohen Summe von 34,734 Millionen Euro würden Forderungen des Vereins gegenüberstehen. "Insofern verzerrt diese Zahl die Realität", sagte der Finanzchef dem kicker.

Die 34,734 Millionen Euro beinhalten laut Fachblatt-Recherche 18,95 Millionen Euro langfristige Verbindlichkeiten. Der Rest seien Verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäft. "Dem stehen aber Forderungen unsererseits in ähnlicher Höhe gegenüber", sagte Schiller. Dabei handele es sich um Forderungen gegenüber Lieferanten, Vereinen und Sponsoren, die rund 16 Millionen Euro ausmachen sollen.

Die Äußerung Schiphorsts hatte intern für Wirbel gesorgt. Manager Dieter Hoeneß musste eingestehen: "Wir können finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen." Allerdings, fügte der Manager an, "ist alles auf dem richtigen Weg."

Im Sommer will der Klub offenbar eine Anleihe beim US-Finanzmakler Stephen Schechter von 25 bis 35 Millionen Euro aufnehmen. Kurzfristige Verbindlichkeiten sollen dann in langfristige umgewandelt werden. Dabei soll auch Geld für Spielereinkäufe generiert werden.

Autor: as

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