Bundesligist Schalke 04 hat am Freitag seine Bilanz veröffentlicht. Die Verantwortlichen um Finanz-Chef Josef Schnusenberg präsentierten dabei einen Überschuss von 43,2 Millionen im Geschäftsjahr 2004.

Schalke stellt Geschäftsjahr 2004 positiv dar

13. Mai 2005, 15:38 Uhr

Bundesligist Schalke 04 hat am Freitag seine Bilanz veröffentlicht. Die Verantwortlichen um Finanz-Chef Josef Schnusenberg präsentierten dabei einen Überschuss von 43,2 Millionen im Geschäftsjahr 2004.

Durch eine erfolgreiche "Bilanz-Kosmetik" hat Bundesligist Schalke 04 vielen Kritikern den Wind aus den Segeln genommen. Bei der am Freitag präsentierten Bilanz machten die Schalker aus einem operativen Verlust von 23,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2004 einen Überschuss von 43,2 Millionen Euro. Die Umkehrung der Vorzeichen stellten die Schalker durch eine Neubewertung ihres Anlagevermögens, das um 66 auf mehr als 140 Millionen Euro aufgestockt wurde, her. Die Verbindlichkeiten bezifferte der Klub zum 31. Dezember 2004 auf mehr als 113 Millionen Euro.

"Wir haben mehr ausgegeben, als wir eingenommen haben"

Sorgen bereiten Schalkes Finanzvorstand Josef Schnusenberg aber nicht diese in der Bilanz ausgewiesenen hohen Zahlen, sondern der negative so genannte "Cash Flow" von rund 6 Millionen Euro (23,1 Millionen minus 5 Millionen außerordentliche Aufwendungen und 12 Millionen Abschreibungen). "Wir haben mehr ausgegeben, als wir eingenommen haben. Das müssen wir in den nächsten Jahren ändern. Unser Ziel muss sein, in Zukunft Gewinn einzufahren", sagte der Zweite Vorsitzende der Königsblauen.

Für die Zukunft sehen sich die Schalker Verantwortlichen dennoch gut aufgestellt. "2005 werden wir eine schwarze Null schreiben, selbst wenn wir nicht die Champions League erreichen sollten", sagte Schnusenberg.

Durch die Aufstockung des Anlagevermögens haben die "Knappen" inzwischen ein von der Deutschen Fußball Liga (DFL) dringend gefordertes Kriterium erfüllt. Allerdings darf die Neubewertung getrost als Schönheitsoperation angesehen werden.

"Ich hätte auch mit einem ausgewiesenen Verlust von 23 Millionen leben können. Besser ist, ein-, zweimal richtig einen raus zu hauen als über Jahre rote Zahlen zu schreiben", meinte Schnusenberg.

Peters:"Werden die Arena schneller abbezahlen als vorher berechnet"

"Unser gesamtes Finanzkonzept ist langfristig angelegt. Wir werden die Arena schneller abbezahlen als vorher berechnet und haben dort pro Jahr viel mehr Veranstaltungen als ursprünglich anzunehmen war", meinte auch Geschäftsführer Peter Peters.

Für das Geschäftsjahr 2005 haben die Schalker allerdings auch schon bessere Voraussetzungen. Durch den Einzug ins DFB-Pokalfinale und die mögliche Teilnahme an der Champions League dürfte sich die Einnahmesituation der Blau-Weißen deutlich verbessern. Zudem sollen die Aufwendungen für den Lizenzbereich als größter Ausgabe-Posten in der Bilanz von 40 auf 38,5 Millionen Euro gesenkt werden.

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