Die Ausgangssituation war klar: Das Duell mit Spitzenreiter Rellinghausen besaß für SuS Haarzopf schon vor der Winterpause Endspielcharakter. Bei einer Niederlage hätte sich der Tabellendritte mit elf Punkten Rückstand auf den Ligaprimus in die Weihnachtsferien verabschiedet. Entsprechend groß fiel dann auch der Jubel über den 3:0-Erfolg der Gräfen-Elf aus. Besonders Simon Schneider verdiente sich auf Seiten der Hausherren den Beifall der rund 200 Zuschauer.[i]Ein Ortstermin.[/i]

Bezirksliga 4: Haarzopf schlägt Spitzenreiter Rellinghausen und stellt Anschluss wieder her

"Wenn wir gewonnen hätten, wäre es langweilig geworden"

Aaron Knopp
17. Dezember 2006, 21:37 Uhr

Die Ausgangssituation war klar: Das Duell mit Spitzenreiter Rellinghausen besaß für SuS Haarzopf schon vor der Winterpause Endspielcharakter. Bei einer Niederlage hätte sich der Tabellendritte mit elf Punkten Rückstand auf den Ligaprimus in die Weihnachtsferien verabschiedet. Entsprechend groß fiel dann auch der Jubel über den 3:0-Erfolg der Gräfen-Elf aus. Besonders Simon Schneider verdiente sich auf Seiten der Hausherren den Beifall der rund 200 Zuschauer.[i]Ein Ortstermin.[/i]

Bereits in der 21. Minute hatte Schneider das 1:0 auf dem Fuß, offenbarte aber noch Schwächen in der Feinjustierung. Nur zwei Minuten später machte er es dann besser. Vor dem Schneider-Freistoß, der die 1:0-Führung brachte, prophezeite SuS-Keeper Patrick Prell: „Simon, Du kannst das“. Gesagt, getan. Auch wenn der Ball noch leicht abgefälscht war, den SuS-Kickern dürfte es herzlich egal sein.

In der Folgezeit zeigten sich die Haarzopfer keineswegs zufrieden, setzten weiter nach. So hatte Maurice Monien kurz vor der Pause bereits das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an ESC-Torwart Axel Walter. Auf der Gegenseite blieben Chancen Mangelware. Die beste Möglichkeit vergab Julian Engelmeyer, der den Ball aus sieben Metern über das Tor bugsierte (37.).

„Für die zweite Hälfte hatten wir uns sehr viel vorgenommen“, zeigte sich ESC-Coach Thomas Deges bereits mit der Leistung zur Halbzeit enttäuscht. Die Gastgeber machten, in Person von Simon Schneider, jedoch einen gewaltigen Strich durch die Planungen der Deges-Truppe. Gerade einmal fünf Minuten benötigte der Hattrick-Schütze, um per Doppelschlag (48./50.) die Vorentscheidung zu besorgen. „Davon haben wir uns nicht mehr erholt“, konstatierte Deges. Auch wenn die Mannen vom Krausen Bäumchen nun den Kampf annahmen und sichtlich um Ergebniskorrektur bemüht waren, lief auf Gäste-Seite nichts zusammen. Fehlpässe, verlorene Zweikämpfe und Ungenauigkeiten im Abschluss – der Ligaprimus lieferte ein überraschend schwaches Bild ab. Zu allem Überfluss holte sich Peter Maulbach auf Seiten der Gäste kurz vor Spielende noch die Gelb-Rote Karte ab (89.).

Bei der Fehleranalyse wollte der Trainer von Überheblichkeit, angesichts von einstmals acht Punkten Vorsprung, nichts wissen. „Ich denke nicht, dass es ein Kopfproblem war. Wir waren auf jeden Fall topmotiviert“, verriet Deges. Die Hausherren beschränkten sich derweil auf das Nötigste und verwalteten den Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft. „Wir haben riesig überzeugt“ strahlte SuS-Coach Wolfgang Gräfen. „Mit der Hälfte dieser Leistung hätten wir letzte Woche auch dreifach gepunktet.“ Warum dann unterm Strich eine 1:3-Niederlage beim Vogelheimer SV heraussprang? „Ich denke, meine Spieler waren mit dem Kopf schon bei der Partie gegen Rellinghausen“, erklärte Gräfen und blickte gleichzeitig optimistisch in die Zukunft. „Jetzt sind es nur noch fünf Punkte, wir sind wieder dran.“

Für Thomas Deges war die Niederlage aber noch lange kein Grund, sich aus der Ruhe bringen zu lassen. „Wir wollten es ein bisschen spannend halten. Wenn wir heute gewonnen hätten, wäre es ja langweilig geworden“, schmunzelte der ESC-Lininenchef.

Autor: Aaron Knopp

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