Der A-Liga-Klub TuSpo Huckingen geht in der kommenden Saison in seine letzte

Huckinger Trainer-Team

"Bauen eine neue Truppe auf"

Moritz Rieckhoff
13. Juli 2009, 21:42 Uhr

Der A-Liga-Klub TuSpo Huckingen geht in der kommenden Saison in seine letzte "Solo-Runde." Denn im Sommer tritt der Verein unter einem neuem Namen an.

Die Fusion mit dem Nachbarn im Duisburger Süden, dem VfL Duisburg-Süd, wird dann vollzogen sein und der Klub geht unter dem Namen SG Duisburg-Süd auf Torejagd.

Doch bis dahin ist es noch ein ganzes Jahr und derweil wirft die anstehende Saison bereits ihre Schatten voraus. Doch beim Liga-Auftakt im August werden Michael Keldermann und Helmut Trautmann nicht mehr auf der Huckinger Bank sitzen. Trautmann, der beim TuSpo als Assistenztrainer von Keldermann fungierte, begründet seinen Ausstieg mit der Unvereinbarkeit seines Jobs mit der zeitintensiven Tätigkeit als Fußball-Coach.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/010/658-11053_preview.jpeg Haben den Job an der Huckinger Seitenlinie an den Nagel gehängt: Michael Keldermann (vorne im Bild) und Helmut Trautmann.[/imgbox]

Ganz anders sieht es da bei Ex-Trainer Keldermann aus. Der 47-Jährige Vertriebsleiter hatte sich zuletzt in Huckingen nicht mehr wohl gefühlt, "nachdem mehrere Dinge vorgefallen sind, die gar nicht gehen." Was das im Detail heißt, lässt der in den Niederlanden geborene Familienvater offen. Fest steht, es geht ums liebe Geld und um Absprachen, die vermeintlich nicht eingehalten worden sind. Im Fokus der von Keldermann angedeuteten Unstimmigkeiten steht Yüksel Kursun, Fußballabteilungsleiter bei den Huckingern.

Doch der Funktionär kann den Ärger des ehemaligen Linienchefs nicht verstehen und bekräftigt: "Ich habe mir nicht im geringsten irgendetwas zu Schulden kommen lassen und weiß gar nicht, warum die Geschichte jetzt so aufgebauscht wird." Kursun weiter: "Es wäre schön, wenn Herr Keldermann und ich uns noch einmal an einen Tisch setzen würden und die ganze Sache bereden könnten. Leider geht er ja nicht an sein Handy."

Doch bevor es zu einem "Friedensgipfel" kommen kann, muss Keldermann zunächst einmal aus dem Österreich-Urlaub zurückkehren. Derweil hat Abteilungsleiter Kursun ganz andere Aufgaben zu bewältigen. "So wie es im Moment aussieht werden uns an die zehn Kicker verlassen", verrät der Offizielle und bringt die Konsequenz der Fluktuation auf den Punkt: "Wir werden eine ganz neue Truppe zusammenbauen."[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/002-6086_preview.jpeg Muss eine neue Mannschaft zusammenstellen: TuSpo-Fußballabteilungsleiter Yüksel Kursun.[/imgbox]

Wichtig für das Anforderungsprofil der Neu-Huckinger ist vor allem die Disziplin. "Ich werde ab jetzt genau hinsehen wer sich reinhängt und wer nicht", kündigt Kursun an und schiebt nach: "Etwaige Disziplinlosigkeiten dulde ich nicht mehr." Konkrete externe Zugänge sind indes noch nicht unter Dach und Fach, doch die Verantwortlichen arbeiten auf Hochtouren.

Die Idee der Klubführung sieht dabei vor, die erste und zweite Elf zu einer schlagkräftigen Equipe zu formen. Die Trainertätigkeit könnte zunächst einmal der Coach der zweiten Garde, Ibrahim Tasci, übernehmen. Der verantwortliche Funktionär ist sich sicher: "Ich traue unserer zukünftigen Mannschaft eine Platzierung zwischen Platz eins und fünf zu."

Ob das Duisburger Amateurfußball-Publikum den ehemaligen Übungsleiter des Süd-Vereins so schnell noch einmal in Aktion erleben wird, ist indes ungewiss. "Momentan bin ich zumindest vom Fußball in den unteren Klassen erst einmal geheilt", lässt Keldermann durchblicken, dass er derzeit ganz klar Abstand zum nervenaufreibenden Coaching-Geschäft braucht.

Autor: Moritz Rieckhoff

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