Im Kampf ums internationale Geschäft muss der BVB sein Heimspiel gegen Meister Werder Bremen gewinnen. Ebenso brennt der Hamburger SV auf sein Ticket für den UEFA-Cup - ein Sieg über Gladbach wäre die Voraussetzung.

Champions-League und UEFA-Cup locken, HSV Favorit, BVB gegen Werder

08. Mai 2005, 08:28 Uhr

Im Kampf ums internationale Geschäft muss der BVB sein Heimspiel gegen Meister Werder Bremen gewinnen. Ebenso brennt der Hamburger SV auf sein Ticket für den UEFA-Cup - ein Sieg über Gladbach wäre die Voraussetzung.

Champions-League und UEFA-Cup locken in den heutigen Sonntagsspielen die Akteure. Wenn Borussia Dortmund drei Spieltage vor dem Saisonende der am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Premiere) auf den entthronten deutschen Meister Werder Bremen trifft, kann sich keine der beiden Mannschaften einen Ausrutscher leisten. Nur mit einem Sieg kann Werder in Lauerstellung hinter den "Top 3" bleiben und der BVB seine Minimalchance auf Rang sechs wahren.

"Ich glaube immer noch, dass wir es unter die ersten Drei schaffen. Dazu müssen wir aber unsere drei verbleibenden Spiele gewinnen, dann bin ich überzeugt, dass eine der Mannschaften vor uns noch stolpert", sagt Werder-Sportdirektor Klaus Allofs. Bremer Siege im Westfalenstadion hatten in der Vergangenheit allerdings Seltenheitswert: Von den letzten 20 Gastspielen in Dortmund gewannen die Hanseaten nur zwei. Allofs erwartet auch diesmal einen schweren Gang: "Der BVB kann vor eigenem Publikum vieles gut machen, was in dieser Saison schief gelaufen ist, deshalb werden wir auf eine sehr engagierte Mannschaft treffen."

Bremen im Aufwind

Doch auch die Bremer befinden sich im Aufwind. Beim 3:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Arminia Bielefeld konnte der letztjährige Doublegewinner endlich wieder einmal überzeugen. "In dem Spiel haben wir vieles richtig gemacht, daran müssen wir anknüpfen", meint Trainer Thomas Schaaf, der in Dortmund voraussichtlich die gleiche Startelf wie vor Wochenfrist aufbieten wird: "Dortmund hat sich in der Rückrunde in einer starken Verfassung gezeigt, Deshalb müssen wir alles aufbieten, um dort bestehen zu können."

Der BVB geht als zweitbestes Team der Rückrunde in die Schlussphase der Saison und hat seit sechs Spielen nicht mehr verloren. Allerdings muss Trainer Bert van Marwijk möglicherweise seine Abwehr umbauen. Sowohl Nationalspieler Christian Wörns als auch der Brasilianer Dede sind angeschlagen. Wörns laboriert noch immer an den Folgen einer Hüftprellung, Dede klagt über Beschwerden im Sprunggelenk. Sollte einer der beiden Stammspieler nicht auflaufen können, rückt der dänische Nationalspieler Niclas Jensen in die Abwehrreihe.

HSV hofft auf versöhnlichen Abschluss

Wie die Dortmunder hofft auch der Hamburger SV auf einen versöhnlichen Abschluss einer zu Beginn völlig verschlafenen Saison und auf die Teilnahme am Uefa-Cup. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach kann der HSV seinen Anspruch auf Platz sechs untermauern. Deshalb fordert Trainer Thomas Doll von seinen Spielern vollen Einsatz: "Wir müssen von der ersten Minute an Enthusiasmus und Leidenschaft zeigen. Wir wollen die Chance nutzen, die wir in Wolfsburg vergeben haben." Als zusätzliche Hypothek aus der unglücklichen 0:1-Niederlage bei den "Wölfen" müssen die Hamburger allerdings auf die gesperrten Almami Moreira (5. Gelbe Karte) und Mehdi Mahdavikia (Gelb-Rot) verzichten.

Gladbach mit viel Selbstbewusstsein

Dagegen kommen die Gladbacher nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart mit gestärktem Selbstbewusstsein nach Hamburg. In drei Spielen unter dem neuen Trainer Horst Köppel musste die Borussia zudem bislang weder eine Niederlage noch ein Gegentor hinnehmen.

Eine Fortsetzung dieser Serie würde die Westdeutschen dem Klassenerhalt ein gutes Stück näher bringen. Allerdings ging Köppel als Trainer in fünf Gastspielen in der Hansestadt immer als Verlierer vom Platz. Damit soll nun Schluss sein. Köppel: "Das ist ganz bittere Serie. Es wird Zeit, dass der Bann gebrochen wird." Zudem würden bei einem Borussia-Erfolg der VfL Bochum und Hansa Rostock als Absteiger Nummer zwei und drei neben dem SC Freiburg feststehen.

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