Die ersten Eindrücke von Neuzugang Daniel Gordon sind in Oberhausen durchweg positiv.

RWO: Kann Gordon Kruse oder Kaya verdrängen?

Der Konkurrenzkampf tobt

Christian Brausch
10. Juli 2009, 11:07 Uhr

Die ersten Eindrücke von Neuzugang Daniel Gordon sind in Oberhausen durchweg positiv.

Der Allrounder kam aus Dortmund zu den „Kleeblättern“, beim BVB kam er in den letzten Spielzeiten auf acht Einsätze in der Bundesliga und auf 69 Regionalliga-Partien (zwölf Tore). RS unterhielt sich mit dem 24-Jährigen, der sich nun in Liga zwei seinen Platz erobern will.

Daniel Gordon, wie haben Sie die ersten Tage in der neuen Heimat erlebt?
Es ist anstrengend, macht aber auf jeden Fall sehr viel Spaß. Ich bin sehr otimistisch, dass es hier weiter sehr positiv laufen wird.

Ihr Wechsel hat sich über einige Wochen hingezogen. Auch St. Pauli und Union Berlin hatten Interesse. Warum haben Sie sich für RWO entschieden?
Der Klub ist auf mich zugekommen und die Gespräche verliefen einfach gut. Dazu kommt, dass Oberhausen ein Ruhrgebietsverein ist, der in der Nähe meiner Heimat liegt. Und natürlich hat man immer wieder gehört, dass die Mannschaft absolut intakt ist.
[gallery]652,0[/gallery] Sie kommen mit dem Gefühl des Drittliga-Aufstiegs mit der Borussen-Reserve. Gibt das einen zusätzlichen Motivationsschub?
Absolut, es hat mit der Truppe richtig Spaß gemacht. Ich freue mich für die Jungs, die dort geblieben sind und nun auch eine Liga höher auflaufen dürfen. Und von meiner Seite war es dann auch der passende Abschied.

Statt Aufstiegskampf steht in Oberhausen vermutlich wieder der Fight um den Klassenerhalt an.
Abwarten. Oberhausen hat schon in der letzten Spielzeit überzeugt und völlig verdient die Klasse gehalten. Grundsätzlich ist natürlich der Klassenerhalt das Ziel, man will sich aber auch verbessern.

Auf welcher Position sehen Sie sich dabei am liebsten?
Ich bin nicht festgelegt. Aber ich denke, dass ich im zentralen Bereich im Mittelfeld agieren werde. Da versuche ich derzeit auf mich aufmerksam zu machen. Es macht wieder Spaß im Mittelfeld zu sein, dort bin ich eigentlich immer aufgelaufen. Nur im letzten Jahr bei den BVB-Amateuren wurde ich in der Innenverteidigung eingesetzt.

Vor der Abwehr bildeten zuletzt Markus Kaya und Tim Kruse ein funktionierendes Duo. Da darf man sich auf einen spannenden Positionskampf einstellen, oder?
Das stimmt. Das sind beides gute Jungs, aber der Konkurrenzkampf ist ganz normal. Es wird für mich sicher eine schwierige Aufgabe, aber ich gebe in den Einheiten alles, um am ersten Spieltag auf dem Platz zu stehen.
War es auch Bestandteil der Gespräche, dass man Sie eher im Mittelfeld sieht und Sie nur dann für die Abwehr vorgesehen sind, wenn zum Beispiel ein Benny Reichert ausfällt?

Die Verantwortlichen wissen, dass ich flexibel bin. In erster Linie wurde ich für das Mittelfeld geholt. Wenn aber irgendwo Probleme auftauchen, springe ich natürlich sofort ein.
Ihnen eilt der Ruf voraus, dass Sie auch wissen, wo das gegnerische Tor steht.

Ich versuche meine Kopfballstärke bei Standardsituationen einzusetzen. Ich habe mich da sicher weiter entwickelt.

Generell wurden einige Akteure mit Gardemaß verpflichtet. Wird der ruhende Ball in Zukunft Oberhausens Waffe?
Die Standards sind viel wichtiger als früher. Da haben wir jetzt einen Pluspunkt, aber erstmal abwarten, wer am Ende auf dem Platz steht. Wichtig wird sein, sich jetzt schnell einzuspielen.

Für Sie bedeutet die Liga Neuland.
Das Niveau wird höher, ich bin gespannt, was auf mich zukommt. Sicher ist, dass ich mich richtig vorbereiten werde.

Autor: Christian Brausch

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren