Hertha berät über Chaos vor Schalke-Spiel

25. April 2005, 16:52 Uhr

Als Reaktion auf die tumultartigen Szenen vor der Partie zwischen Hertha BSC und Schalke 04 vor dem Berliner Olympiastadion will der Klub Konsequenzen ziehen. Die Vereinsverantwortlichen kündigten Beratungen an.

Hertha BSC Berlin will auf die chaotischen Verhältnisse vor dem Bundesliga-Spiel am vergangenen Samstag im Olympiastadion gegen Schalke 04 (4:1) reagieren und plant für die nächste Zeit ein Treffen aller Verantwortungsträger des Klubs. "Der Verein wird so etwas nicht auf sich sitzen lassen und nun beraten, wie solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können", erklärte Hertha-Sprecher Hans-Georg Felder.

Sportsenator Klaus Böger sagte der Berliner BZ (Dienstag-Ausgabe), er habe Montagmorgen entschieden, "dass es Anfang Mai einen "runden Tisch" zur Besucher-Situation geben wird - mit BVG, Polizei, Bezirksamt Charlottenburg und Stadionbetreiber-Gesellschaft".

"Furcht erregende Zustände"

Vor der mit 74.500 Besuchern ausverkauften Partie war es im Einlassbereich zu tumultartigen Szenen gekommen. Den Fans beider Klubs wurde zunächst der Einlass verweigert, die Kontrollen streckten sich in die Länge, so dass es in der Menge offenbar zu panischen Reaktionen kam. Die Berliner Zeitung schrieb von "Furcht erregenden Zuständen", von denen "verzweifelte Eltern" sowie "weinende und schreiende Kinder" betroffen waren.

Bereits nach dem ersten ausverkauften Spiel in Folge der Renovierung des Olympiastadions am 30. Januar gegen Bayern München (0:0) war es zu organisatorischen Problemen gekommen. "Wir haben das zur Kenntnis genommen und vor dem Schalke-Spiel einige Dinge verändert. So wurden mehr Ordner eingesetzt und zusätzliche Parkflächen zur Verfügung gestellt. Außerdem haben wir die Zuschauer im Vorfeld darum gebeten, frühzeitig ins Stadion zu kommen", so Felder.

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