VfL Bochums Trainer Peter Neururer glaubt fest an einen Klassenerhalt seiner Elf. Die auf dem 16. Tabellenplatz rangierenden Westfalen kämpfen mit Rostock, Mainz und Mönchengladbach um einen rettenden Nichtabstiegsplatz.

Neururer glaubt fest an seine Bochumer

cle
20. April 2005, 13:16 Uhr

VfL Bochums Trainer Peter Neururer glaubt fest an einen Klassenerhalt seiner Elf. Die auf dem 16. Tabellenplatz rangierenden Westfalen kämpfen mit Rostock, Mainz und Mönchengladbach um einen rettenden Nichtabstiegsplatz.

Im akuten Abstiegskampf schießt VfL Bochums Trainer Peter Neururer nicht mit Giftpfeilen in Richtung seiner direkten Konkurrenten. "Der erste Gegner im Abstiegskampf sind wir selber. Und es ist egal, ob wir jetzt gegen Bayern München oder Vorwärts Nippes spielen. Die Hauptsache ist, dass das positive Bewusstsein nicht kaputt geht. Wir sind wieder wer, und wir haben eine ganze Menge weggesteckt", sagte der Coach des Tabellen-16. dem sid: "Der Zusammenhalt in der Mannschaft und das intakte Umfeld sprechen für den Klassenerhalt."

Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen

Nach zehn Punkten aus den vier Spielen sieht Neururer die Bochumer (29 Zähler) vor dem schweren Spiel beim Rekordmeister aus München am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) allerdings im Vergleich mit den Konkurrenten Borussia Mönchengladbach (30 Punkte) und FSV Mainz 05 (31) psychologisch im Vorteil. "Die Entwicklung bei uns kriegen die anderen ganz genau mit, und es stärkt bestimmt nicht die positiven Gefühle in Mainz oder Mönchengladbach."

Besonders auf die Gladbacher, die nach dem Rücktritt von Trainer Dick Advocaat mit Horst Köppel die letzten fünf Spiele in Angriff nehmen, hat Neururer offenbar ein Auge geworfen. "Advocaat hat eine Mannschaft hinterlassen, auf die er in den letzten Monaten viel Einfluss genommen hat, zum Beispiel durch die zahlreichen Neuverpflichtungen. Und der neue Trainer hat nur fünf Spiele Zeit, auf eine Mannschaft einzuwirken, die derzeit aufgrund der letzten Ergebnisse offenbar Probleme hat."

Neururer rechnet sich Chancen im Olympiastadion aus

Selbst im Olympiastadion rechnet sich Neururer, der am kommenden Dienstag (26. April) 50 Jahre alt wird, einiges aus. "Die Wirkung auf Mainz, Gladbach, Rostock und auch auf uns selbst wird noch größer werden, sollten wir in München einen Punkt holen oder sogar gewinnen."

Sollten die Westfalen dennoch zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen, ist Neururer ohne Wenn und Aber dabei: "Ich stehe hier im Wort. Sollte der VfL Bochum absteigen, empfinde ich es als Pflicht und als Entschuldigung mitzugehen. Schließlich habe ich dazu beigetragen, dass wir dann abgestiegen sind - aber wir bleiben auf jeden Fall drin."

Autor: cle

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