Im vergangenen Sommer wäre die Ehe zwischen Nuri Sahin und Borussia Dortmund beinahe vorzeitig beendet worden.

BVB: Sahin erhält nach Treueschwur die legendäre "8"

„Es ist mir nicht schwer gefallen“

Matthias Dersch
02. Juli 2009, 12:39 Uhr

Im vergangenen Sommer wäre die Ehe zwischen Nuri Sahin und Borussia Dortmund beinahe vorzeitig beendet worden.

Der nun 20-Jährige kam verletzt aus Rotterdam zurück, verpasste die ersten Vorbereitungswochen und musste sich bei der Vergabe der Stammplätze ganz weit hinten anstellen. Wäre damals ein Klub mit einer ernsthaften Anfrage vorstellig geworden, würde er heute wohl nicht mehr in Dortmund auf dem Platz stehen.

Wie die Zeiten sich doch ändern können. Denn knapp zwölf Monate später haben sich die Vorzeichen komplett verschoben. Sahin gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Planstelle auf der linken Mittelfeld-Halbposition. An einen Verkauf ist längst nicht mehr zu denken. Im Gegenteil: Pünktlich zum Trainingsauftakt verlängerte der BVB den Vertrag mit dem Riesentalent vorzeitig bis zum Jahr 2013.

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„Der Verein ist auf mich zugekommen, und hat mir gesagt, dass man mit mir verlängern möchte. Und es ist mir nicht schwer gefallen, den Vertrag zu unterzeichnen“, berichtet der türkische Nationalspieler und bekräftigt, nie mit dem Gedanken gespielt zu haben, den Verein zu verlassen: „Ich habe den Verantwortlichen damals gesagt, dass ich nicht wechseln, sondern hier bleiben möchte. Jetzt sind, glaube ich, alle froh darum.“

Mit der „8“, der früheren Rückennummer von Michael Zorc, läuft der feine Techniker in der kommenden Saison auf. Eine Ehre für den Vollblut-Borussen Sahin, der mit dem großen Erbe respektvoll umgehen möchte: „Ich will diese Nummer jahrelang tragen und hoffe, dass ich zumindest halb so viele Tore schieße wie Michael Zorc.“

131 Bundesliga-Treffer erzielte der heutige BVB-Sportdirektor in seiner Karriere, 128 mehr als Sahin bislang. Es liegt also noch ein weiter Weg vor dem jüngsten Liga-Torschützen aller Zeiten, der aber verspricht: „Ich werde Gas geben.“

Autor: Matthias Dersch

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