Nach dem unglücklichen 1:1 gegen Mainz 05 scheint Gladbach-Coach Dick Advocaat den Glauben an seine Mannschaft verloren zu haben. Im Interview nahm der Niederländer zur derzeitigen Lage Stellung.

Advocaat: "Ich bin frustriert"

17. April 2005, 11:21 Uhr

Nach dem unglücklichen 1:1 gegen Mainz 05 scheint Gladbach-Coach Dick Advocaat den Glauben an seine Mannschaft verloren zu haben. Im Interview nahm der Niederländer zur derzeitigen Lage Stellung.

Dick Advocaat ist nicht zu beneiden. Der Trainer von Bundesligist Borussia Mönchengladbach steht angesichts der sportlichen Talfahrt unter starkem Beschuss. Im Interview zeigt sich der ehemalige Bondscoach daher auch angefressen bis konsterniert.

Frage: "Herr Advocaat, wie groß ist die Enttäuschung nach dem späten 1:1-Ausgleichstreffer gegen Mainz 05?"

Dick Advocaat: "Das war bereits das zweite Mal, dass wir in der letzten Minute das Spiel noch aus der Hand geben. Das ist sehr enttäuschend. Das war nicht unser Tag. Wir haben schlecht gespielt. Mainz hat verdient einen Punkt geholt."

Frage: "Was ist in der Nachspielzeit schief gelaufen?"

Advocaat: "Ivo Ulich hatte freie Bahn, konnte alles machen und macht alles falsch."

Frage: "Sie sprachen bereits den vergebenen Sieg gegen Bochum an. Hat Ihre Mannschaft ein psychisches Problem?"

Advocaat: "Das weiß ich nicht. Da muss man die Spieler fragen."

Frage: "Ihr Team hat sich nach der Führung weit zurückdrängen lassen. Wie ist das zu erklären?"

Advocaat: "Das ist doch ganz normal. Mainz hat lange Bälle nach vorne gespielt. Da muss man sich automatisch nach hinten orientieren."

Frage: "Rechnen Sie damit, dass der Druck auf Sie weiter wächst?"

Advocaat: "Mehr Druck geht doch nicht mehr."

Frage: "Wie sehen Sie selbst Ihre Zukunft. Denken Sie an Rücktritt?"

Advocaat: "Ich muss mir erst Gedanken machen, ob ich hier noch in Ruhe arbeiten kann. Ich bin frustriert. Ich will dem Verein nur helfen. Das Präsidium ist so positiv und hat gesagt, dass ich der Richtige bin."

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