Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus. Nicht das die Wuppertaler 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den russischen Erstligisten Tom Tomsk besonders tragisch gewesen wäre, aber die Begleitumstände waren schon kurios.

WSV Borussia: WSV gegen Tom Tomsk 0:2 (0:1) / Weikl nicht dabei

Cihan Kaptan im Test

01. Juli 2009, 22:46 Uhr

Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus. Nicht das die Wuppertaler 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den russischen Erstligisten Tom Tomsk besonders tragisch gewesen wäre, aber die Begleitumstände waren schon kurios.

Zunächst begann die Partie vor 738 Zuschauern an der Oberbergischen Straße mit halbstündiger Verspätung, weil der Schiedsrichter die Farben der Wuppertaler Hosen und Stutzen monierte. Und dann wurde auch noch Sven Lintjens die komplette erste Halbzeit über von einem angetrunkenen Zuschauer bepöbelt. Viel wichtiger als die Randerscheinungen war aber die Tatsache, dass die neu formierte WSV-Truppe einen ersten Schritt machen konnte, zu einem Team zu wachsen. „Das war schon ganz ordentlich. [infobox-right]Statistik:
Aufstellung WSV erste Halbzeit: Samulewicz – Neppe, Fabrizio, Schäfer, Murillo – Lorenzon - Altin, Fischer, Lintjens – Braun, Damm
Zweite Halbzeit: Maly – Kaptan, Bounoua, Leikauf, Najdi – Asaeda – Mahrt, Müller, Celikovic – Dressler, Pasiov
Tore: 0:1 Kornilenko (44.), 0:2 Voronov (77.)
[/infobox]Auch wenn die Kraft noch gefehlt hat“, bemerkte Neuzugang Marvin Braun. Und Trainer Uwe Fuchs analysierte: „Man hat gesehen, dass wir die letzten zehn Tagen kein Regenerationstraining absolviert haben.“

Da war es nur zu gut, dass die Hausherren zur Pause ihr Team durchwechseln konnten. Mit dabei unter den Testkadidaten auch ein neues Gesicht: Rechtsverteidiger Cihan Kaptan, bis zum vergangenen Sommer noch Kapitän von Bayer Leverkusens U19, suchte sein Glück in der vergangenen Saison in der Türkei vergeblich und will es nun in Wuppertal finden. „Er ist erst am Morgen zu uns gestoßen und wird vorerst bis zum Wochenende bleiben. Wenn er danach mit ins Trainingslager reisen sollte, wäre er schon ein heißer Kandidat für eine Verpflichtung“, bemerkte Fuchs. Ob Björn Weikl hingegen mit nach Bitburg reisen darf, ist derzeit völlig offen. Denn der Routinier erhielt noch nicht einmal gegen Tom Tomsk eine Bewährungschance.

„Wir sind im zentralen Mittelfeld stark besetzt. Daher wusste Björn, dass es schwer für ihn werden würde. Er weiß auch, dass wir ihm bei einem Wechsel keine Steine in den Weg legen würden“, erklärte Fuchs vielsagend. Doch Weikl gibt sich kämpferisch: „Ich hoffe, dass es nach Leistung geht, denn im Training bekomme ich eine positive Resonanz. Ich gehe davon aus, dass ich in Wuppertal bleibe.“ Das gilt auch für einen anderen, dessen Vertrag eigentlich schon ausgelaufen war. Doch Salih Altin bot sich für einen Neubeginn in Wuppertal an. „Er hat die Möglichkeit, in die Türkei zu wechseln, würde aber gerne bei uns bleiben. Am Donnerstag werden wir uns zusammensetzen“, berichtete Fuchs.

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