Das Interesse in Bochum ist wieder größer geworden. Am Mittwoch Vormittag waren 16.000 Karten abgesetzt und wenn das Wetter mitspielt, darf der VfL wieder einmal mit 25.000 Besuchern rechnen.

VfL: Gegen Hannover mit Sturm-Trio

08. April 2005, 12:37 Uhr

Das Interesse in Bochum ist wieder größer geworden. Am Mittwoch Vormittag waren 16.000 Karten abgesetzt und wenn das Wetter mitspielt, darf der VfL wieder einmal mit 25.000 Besuchern rechnen.

Das Interesse in Bochum ist wieder größer geworden. Am Mittwoch Vormittag waren 16.000 Karten abgesetzt und wenn das Wetter mitspielt, darf der VfL wieder einmal mit 25.000 Besuchern rechnen. Wer hätte das vor Wochen nach der blamablen Niederlage in Rostock noch für möglich gehalten?

Die Stimmung ist gut und Neururers Gesicht hellte sich deutlich auf, als sich neben den leicht angeschlagenen Martin Meichelbeck und Sören Colding auch Peter Madsen zum Mannschaftstraining gesellte. Klammert man Tommy Bechmann aus, der wegen einer leichten Wadenverhärtung nach dem Warmmachen wieder in der Kabine verschwand, hat der Coach am Samstag, bis auf Thomas Zdebel und Filip Trojan, die Qual der Wahl. Neururer: „Uns hilft gegen Hannover nur ein Sieg. Wir müssen offensiv spielen, und das von der ersten Minute an." Und da bietet sich ein Angriff mit Vratislav Lokvenc (8 Treffer), Edu (4) und Madsen (5) regelrecht an. Schließlich harmonierte das Trio gegen Wolfsburg hervorragend. Selbstverständlich hat Neururer am vergangenen Wochenende Hannover 96 von seinem Co-Trainer Nico Michaty beobachten lassen. Der sonst eher zurückhaltende Assistent hätte sich am liebsten gar nicht zu der Qualität des 2:0-Erfolges der Niedersachsen auf dem Betzenberg geäußert, doch dann rutschte ihm immerhin eine vielsagende Bemerkung heraus: „Es war kein gutes Spiel." Aber das hatte man bei den Fernsehberichten oder in den Zeitungen auch schon feststellen können. Die Truppe von Ewald Lienen, derzeit in der Tabelle jenseits von Gut und Böse, ist zwar ein ernst zunehmender Gegner, die Form aus dem Hinspiel (3:0 für Hannover) dürften die 96er jedoch nicht haben. Gespannt darf man sein, ob Thomas Christiansen, der in Lautern nicht einmal zum Aufgebot gehörte, wieder dabei ist. Die Saison lief für ihn bisher mehr als unglücklich. Christiansen traf bei 22 Einsätzen nur zwei Mal, ein Treffer davon natürlich gegen den VfL.

Knapp ein Jahr ist es her, da gewannen die Bochumer am letzten Spieltag gegen Hannover mit 3:1 und qualifizierten sich für den UEFA-Cup. Ein Sieg am Samstag würde zumindest die Qualifikation für einen spannenden Bundesliga-Endspurt bedeuten. Um dies auch optisch ins richtige Licht zu rücken, hat Neururer zu Wochenbeginn das Restprogramm aller im Abstiegskampf beteiligten Teams, inklusive Mainz 05, an die Kabinenwand geheftet. Ein weiteres Indiz dafür, dass man beim VfL auch die letzte theoretische Chance im Kampf um den Klassenverbleib nutzen will. Doch gewinnt der VfL gegen Hannover, bekommt dieses Unterfangen tatsächlich noch einmal realistische Züge.

So wollen Sie spielen
Bochum: Duijnhoven – Colding, Knavs, Meichelbeck, Bönig – Preuß, Maltritz – Wosz – Madsen, Lokvenc, Edu
Hannover: Enke – Cherundolo, Mertesacker, Zuraw, Vinicius – Lala, de Guzman – Krupnikovic – Schröter, Stajner, Stendel

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