Nach Mimoun Azaouagh bricht Ralf Rangnick mit Gustavo Varela einen zweiter Mittelfeldspieler Monate lang weg.

SCHALKE - Rangnicks Vorwürfe an Varela

hb
05. April 2005, 11:35 Uhr

Nach Mimoun Azaouagh bricht Ralf Rangnick mit Gustavo Varela einen zweiter Mittelfeldspieler Monate lang weg.

Nach Mimoun Azaouagh bricht Ralf Rangnick mit Gustavo Varela einen zweiter Mittelfeldspieler Monate lang weg. Nach dem gescheiterten Arbeitsversuch in der vergangenen Woche droht der Uruguayer zum Dauerpatienten zu werden. Varela war ohne Fremdeinwirkung im Rasen hängen geblieben und hatte sich erneut am rechten Knie verletzt.

Wenn ich ehrlich bin, mussten wir davon schon ausgehen, deutete Rangnick ihm bekannte Defizite nach dem zweiten Innenbandriss an. Dabei schien der Uruguayer sich planmäßig an die Mannschaft heran zu arbeiten, absolvierte offensichtlich ohne Komplikationen sein Aufbau-Training. Bei seinem neuerlichen Missgeschick sei der Uru eigentlich noch mit einem blauen Auge davon gekommen, weil das Außenband und Kreuzband noch in Ordnung sind, findet Rangnick. Und stellt fest: Im Prinzip hat sich seit November nicht viel verändert, außer dass wir vier Monate verloren haben.

Seine Ursprungsverletzung hatte sich Gustavo Varela am 17. November 2004 beim Länderspiel gegen Paraguay (1:0) zugezogen und ist seitdem konservativ behandeln worden. Wie sich jetzt herausstellte, die in diesem Fall wohl falsche Methode. Einen Vorwurf an das Ärzteteam wollte der 46–Jährige dennoch nicht machen, eher schon an den Spieler selbst. Das ist eine Verletzung, die normalerweise konservativ behandelt werden kann. Aber Gustavo kam aus dem Uruguay-Urlaub (nach der Winterpause, die Red.) mit einem instabilen Knie zurück. Ich weiß nicht, ob er dort die Schiene, die er regelmäßig tragen sollte, auch getragen hat, grübelte der Coach. Es ist natürlich so, dass uns jetzt mit ihm und Azaouagh zwei Spieler fehlen, die von der Spielweise her sehr ähnlich sind, seufzte der Backnanger. Das ist besonders bei Gustavo ärgerlich, weil er ein Spieler ist, den ich je nach Spielsituation sehr variabel einsetzen könnte, hätte Rangnick im Bundesliga-Endspurt gerne noch auf den Nationalspieler zurück gegriffen.

Nun fällt Varela mindestes weitere vier bis sechs Monate aus. Rangnick: In den nächsten Tagen wird er operiert. Wir sehen ja bei Mimoun, wie lange so etwas dauern kann. Realistisch gesehen kann ich selbst bei gutem Heilungsverlauf frühestens in der Vorbereitung auf die Rückrunde der kommenden Saison mit den Beiden rechnen.

Autor: hb

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