Es ist ein ungleiches Duell, das die Zuschauer am Sonntag (11 Uhr) im Stadion am Bruchweg erwartet. Während die Dortmunder auf eine lange Erfolgsliste im Kampf um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft zurückblicken können, wollen die Mainzer bei ihrer ersten Endspielteilnahme direkt Geschichte schreiben. Wieso die Hausherren durchaus optimistisch an die Aufgabe herangehen, verrät Trainer Thomas Tuchel im RS-Interview.

Mainz U19: Warum Tuchel vorm DM-Finale keine Revanchegelüste hegt

"Das Fürchten haben wir uns abgewöhnt"

26. Juni 2009, 08:03 Uhr

Es ist ein ungleiches Duell, das die Zuschauer am Sonntag (11 Uhr) im Stadion am Bruchweg erwartet. Während die Dortmunder auf eine lange Erfolgsliste im Kampf um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft zurückblicken können, wollen die Mainzer bei ihrer ersten Endspielteilnahme direkt Geschichte schreiben. Wieso die Hausherren durchaus optimistisch an die Aufgabe herangehen, verrät Trainer Thomas Tuchel im RS-Interview.

Thomas Tuchel, ist der Heimvorteil beim Finale ein entscheidender Faktor für Mainz?

Ich glaube schon. Wir erwarten eine richtig große Kulisse, zwischen 10.000 und 20.000 Zuschauern ist alles möglich. Wir merken, dass das Match in unserer fußballverrückten Stadt an allen Ecken und Enden ein Thema ist. Während der 90 Minuten wird eine besondere Stimmung herrschen, da bin ich mir sicher.

Ist die einmalige Kulisse auch ein Faktor, den Sie als Coach berücksichtigen müssen?

Ja, mit Sicherheit. Für die Jungs ist das ein Highlight, vor so einer Menge haben sie noch nicht gespielt. Für uns Trainer bedeutet es, dass wir nicht mehr so viel Einfluss nehmen können. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir ab 20 Metern Entfernung nicht mehr gehört werden. Aber das kann ja auch mal ganz gut für die Spieler sein.
Müssen Sie Ihre Kicker teilweise sogar bremsen?

Es gibt kein Patentrezept. Man muss in dieser Woche genau reinhören, wie es den Jungs geht. Einige sind vielleicht überdreht, die muss man eher runterholen. Anderen könnte es hingegen gut tun, noch mal eins draufzusetzen. Das ist für alle das größte Spiel ihrer bisherigen Karriere, da müssen wir einen guten Weg an jeden einzelnen heran finden.
Wie schätzen Sie die Dortmunder ein?

Sie sind sowohl individuell als auch in der Breite sehr stark. Die Punkteanzahl und die geschossenen Tore sprechen für sich. Wir nehmen sie ernst, aber wir fürchten uns nicht. Das haben wir uns in dieser Saison abgewöhnt. Schließlich spielen wir mit der stärksten Abwehr aller Bundesligisten. In meiner Mannschaft steckt viel Mainz 05: Laufaufwand, hohes Tempo, schnelles Umschalten – das wird richtig interessant, weil zwei unterschiedliche Spielanlagen aufeinander treffen.

Im DFB-Pokal haben Sie in dieser Saison schon einmal den Kürzeren gegen den BVB gezogen...

Das ist ein bisschen zu weit weg für Revanchegedanken. Damals waren wir wegen einer Grippewelle stark ersatzgeschwächt, nun stehen uns bis auf Stefan Bell und Jonathan Zinram alle Mann zur Verfügung.

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