Die Ex-Nationalspieler Erwin und Helmut Kremers - selbst jahrelang in Diensten des FC Schalke 04 tätig - haben Kritik an der Finanzpolitik der Königsblauen geübt. Es könne den

Kremers-Brüder in Sorge um Schalkes Finanzen

31. März 2005, 12:46 Uhr

Die Ex-Nationalspieler Erwin und Helmut Kremers - selbst jahrelang in Diensten des FC Schalke 04 tätig - haben Kritik an der Finanzpolitik der Königsblauen geübt. Es könne den "Knappen" ähnlich ergehen wie dem BVB.

Erwin und Helmut Kremers, einst gefeiertes Brüder-Duo der Schalker Elf aus den 70er Jahren, kritisieren die Finanzpolitik der Gelsenkirchener Führungsetage. Ferner befürchten die ehemaligen Nationalspieler einen ähnlichen Kollaps wie bei Borussia Dortmund.

"Ich mache mir nicht nur Gedanken, ich mache mir Sorgen um Schalke 04", sagte Helmut Kremers der Berliner Zeitung. Der WM-Teilnehmer von 1974 sieht "verblüffende Gemeinsamkeiten" mit Borussia Dortmund. "Zunächst herrschte absolute Ruhe, es gab keinen Anlass, über die Finanzen zu diskutieren. Plötzlich kamen Ahnungen und Ängste auf. Es folgten Dementis - bis die Wahrheit, die wirkliche Situation ans Licht kam", sagte der 56-Jährige.

Finanzpolitik zu Lasten der kommenden Generationen

Der langjährige Schalke-Kapitän, der vom 12. September bis 6. Dezember 1994 selbst Präsident "auf Schalke" war und im Machtkampf mit dem heutigen Manager Rudi Assauer gescheitert war, empfindet das Schuldenmodell als "schlicht unfair und unredlich", weil es "eine Politik zu Lasten der Verantwortlichen in der kommenden Generation bei Schalke 04" sei.

"Das wird eine traurige Geschichte"

Zwillingsbruder Erwin, 1972 Linksaußen in der deutschen Europameister-Elf, teilt die Bedenken: "Wenn Herr Schnusenberg öffentlich zugibt, dass Schalke von den Banken keine Gelder mehr bekommt und deshalb eine Anleihe in Höhe von 85 Millionen Euro gezeichnet hat, dann weiß man nicht nur, wie es bei denen finanziell aussieht. Man ahnt auch, wie das Ganze enden wird, und ich fürchte, das wird eine traurige Geschichte", meinte der einstige Kaufmann und heutige Privatier.

Autor:

Kommentieren